Monatsarchiv für März 2009

Knoblauch stecken

Heute morgen hat die Olivenhändlerin auf dem Wochenmarkt Bio-Knoblauch-Stecklinge auf ihrer Tafel beworben. Eigentlich hatte ich bisher nicht vor, Knoblauch anzubauen. Doch wenn man das Saatgut so vor der Nase serviert wird… Auf meine Frage, was denn zu beachten sei und ob man die Zehen einzeln in die Erde steckt oder die ganze Knolle, war die Olivenkäuferin etwas überfragt. Von Oliven hat sie definitiv mehr Ahnung :-) War ihr auch etwas unangenehm und hat mir daher eine Knolle einfach geschenkt.

Laut “Der Bio-Garten” steckt man tatsächlich die einzelnen Zehen im Abstand von 15cm ca. 4cm tief in den Boden. Mit dem Stecken könnte ich jetzt bis in den April bereits beginnen.

Tomaten & Beetanlage

Mir ist gerade aufgefallen, dass meine letzten Beiträge doch sehr mülllastig waren. Das soll sich jetzt wieder ändern. Ich habe vor drei Tagen meine Tomaten pikiert, also rund drei Wochen nach der Aussaat. Ich habe aus Platzmangel eher kleine Töpfchen genommen, dafür aber gekaufte Aussaaterde verwendet. Beim Pikieren bin ich so vorgegangen, dass ich den gesamten Inhalt der Plastik-Anzuchttöpfchen in meine Hände gekippt/geschüttet habe und dann die Erde vorsichtig zerbröselt habe. Dabei ging kaum eine Wurzel kaputt. Profis schneiden bei diesem Vorgang anscheinend auch noch die Wurzeln bewusst etwas ab, um den Wuchs der Wurzeln zu fördern. Das habe ich mal bleiben lassen. Es sieht so aus, als ob alle Pflänzchen das Umtopfen gut überstanden hätten. Einige Paprika habe ich auch gleich umgepflanzt. Gestern habe ich für die Tomaten Pfosten und Bodenhülsen gekauft, da man Tomaten idealerweise überdacht, damit sie keinen Regen abbekommen. Für den Aufbau habe ich ja noch zwei Monate Zeit.

Beetanlage pikierte Tomaten mehr pikierte Tomaten


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Ungefähr eine Tonne Müll weniger

Vor lauter Arbeit im Garten komme ich kaum mehr zum Schreiben. Und wenn ich zurückomme, gibts noch was zu essen, ein paar Pflichten im Haushalt und dann falle ich todmüde ins Bett. Ein Wunder, dass ich an einem Tag wie diesem bis fast 23 Uhr durchhalte :-) Wir haben heute den Rasenmäher sowie die Fräse an den Freund einer Kollegin verkauft. Den alten Wohnwagen (von 1966) hat er auch gleich mitgenommen, praktischerweise haben wir am Vortag noch die Papiere gefunden. Und wenn der SV SZ Kniebis kein Interesse an seinem 35 Jahre alten Skidoo hätte, würde er den auch noch nehmen. Der Motor ist anscheinend ideal zum Hako-Bau geeignet. Den Wohnwagen haben wir dank der Unterstützung eines Freundes mit einem recht großen Traktor aus dem Garten gezogen. Wie der das zweimal ohne Beschädigungen durch das schmale Tor geschafft hat, ist mir immer noch ein Rätsel. Aber es ging schon morgens um 9 Uhr los mit der Kirchengemeinde Staffort-Büchenau, die uns sämtliche Metalle abholte. Für 1kg gibts 1,50 EUR. Das hätte sich dann wohl auch für uns gelohnt. Was solls, scheint ja für einen guten Zweck zu sein. Bleibt nur noch der Müll. Wohin damit zu möglichst niedrigem Preis ist immer noch eine ungelöste Frage. Dass wir es zwischendurch auch noch geschafft haben, auf dem Staighof zwei Ladungen zu je 440 Liter Kompost sowie Mulch zu holen, ist eigentlich unglaublich. Hier mal noch ein paar Fotos…

wesches traktor tschüss

glas himbeer

Samstage sind einfach geil :-)

Müllberge

Oh Mann, es wird immer mehr Müll! Und der Wohnwagen ist noch nicht mal zerlegt und eine der beiden Gartenhütten noch nicht geräumt. Hilfe! Immerhin scheinen der Aufsitzmäher von MTD und die Gartenfräse F210 von Honda mindestens 350,- EUR Erlös zu bringen. Damit könnte ich ggfs. ein Entsorgungsunternehmen bezahlen. Morgen erscheint die Anzeige im Wochenblatt zur Abgabe des Schrott/Stahls. Mein Wunsch ist, das Grundstück bis Ende des Monats müllfrei zu haben.

Müllberg

Kosten

Ich möchte an dieser Stelle mal die bisherigen aber auch die zukünftigen Kosten meines Gartenprojektes auflisten, um selbst einen Überblick zu haben. Ich unterscheide dabei die Kosten folgendermaßen: Kosten für Dinge, die ich bei Beendigung der Pacht mitnehmen und weiterhin verwenden kann, beispielsweise Werkzeug. Die andere Kostenart: Kosten für Dinge, die ich nach Beendigung der Gartenpacht nicht mehr verwenden kann, z.B. Saatgut, Müllentsorgung, Setzlinge.

Kosten der ersten Kategorie, ich nenne die jetzt einfach mal beständige Investitionen: ca. 122,-

  • Mini-Gewächshaus: 12,-
  • Werkzeuge: 31,-
  • Literatur: 16,-
  • Beerenobst (kann ich nach Pachtende wieder ausbuddeln): 36,-
  • Schloss: 10,-
  • Kompostkorb: 17,-
  • Einschlagbodenhülsen + entsprechendes Holz für das Tomatendach: 53,-

Kosten der zweiten Kategorie, ich nenne die jetzt einfach mal Einmal-Investitionen: ca. 90,-

  • Bio-Saatgut: 75,- (evtl. kann ich daraus aber fortlaufend Saatgut selbst gewinnen)
  • Anzucht- und Blumenerde: 4,-
  • Müllsäcke: 3,-
  • Draht: 8,-
  • je 440 Liter Kompost und Mulch: 18

Beerenkiste

Müllentsorgung

Gesagt, getan: ab sofort kümmere ich mich intensiv um die Müllentsorgung in unserem Garten. Im örtlichen Amtsblatt habe ich nächste Woche kostenlos unter der Rubrik “Die gute Tat” folgende Anzeige geschaltet:

Kleinere Menge Schrott & Stahl an Selbstabholer kostenlos in Bruchsal-Kernstadt abzugeben. Termin/Übergabe nach Vereinbarung.

Für die Müllentsorgung kommen neben den zuvor genannten Betrieben vielleicht auch noch diese Stellen in Frage: die GfA, die Kreismülldeponie Bruchsal oder der Bauhof Bruchsal.

Auf ebay biete ich diesen sensationellen Aufsitzmäher von MTD an:


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