Monatsarchiv für Januar 2010

Pferdemist

Ich habe heute zwei Hänger (knapp 900 Liter) Pferdemist beim Pferdehof Härdle abgeholt. Meine Gartenbücher empfehlen das Untergraben im November/Dezember. Seit 1. Januar haben wir hier aber Schnee und ich damit kaum eine Chance, das Untergraben wenigstens noch zeitig im Januar durchzuführen. Auch heute lagen wieder ein paar Zentimeter Schnee, sodass ich jetzt vorläufig einen ordentlichen Misthaufen im Garten sitzen habe. Sobald der Schnee weg ist, gehts ans Verteilen und Untergraben. Da die Pferde zu ca. 50% mit Hafer gefüttert werden, könnte ordentlich Hafer in meinem Garten sprießen. Naja, einem geschenkten Gaul…

Bei Uwe Braunsdorf habe ich noch folgenden Tipp gefunden:

Stark mit Schnee bedecktes Land darf nicht umgegraben werden. Man muss den Schnee erst wegräumen. Unter einer stärkeren Schneedecke ist der Boden sehr oft frostfrei, so dass man auch im Laufe des Januars graben kann. Diese Gelegenheit muss man unbedingt ausnutzen, damit das folgende Winterwetter noch auf das umgegrabene Land einwirken kann. Dabei ist aber nicht zu vergessen, dass eingegrabener Schnee im Frühjahr das Erwärmen des Bodens sehr stark behindert. Da der Schnee nur langsam im Boden auftaut, bleibt die Erde auch lange nass und verzögert das Säen oder Bepflanzen des Landes. Aus diesen Gründen ist es wichtig, den Schnee vor dem Umgraben zu beseitigen. Diese Arbeit wird erleichtert, wenn man nur einen Streifen des Landes vom Schnee frei macht. Dieses Stück gräbt man um und wirft den Schnee des nachfolgenden Streifens dann auf das zuvor umgegrabene Land. Dadurch geht ihm keine Winterbodenfeuchtigkeit verloren.

Anbauplanung 2010

Da ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie meine Eltern den Fruchtwechsel früher gestaltet haben und 2010 meine zweite eigene Gartensaison wird, musste ich nochmal nachlesen, was ich dieses Jahr zu beachten habe. Möglicherweise sind die Dimensionen meines Gartens jedoch so gering, dass ich mir die strenge Beachtung einer dreijährigen Fruchtfolge sparen kann. Vielleicht sollte ich es dieses Jahr auch einfach mit Mischkulturen versuchen und nur beachten welche Pflanze gerne welche Nachbarn hat?

Hier mal mein Plan aus 2009 – mein Erdbeerfeld ist dabei unberücksichtigt (unterhalb der Tomaten eigentlich). Und beim Amaranth wusste ich nicht, ob es sich um einen Stark-, Mittel- oder Schwachzehrer handelt….


Den Rest lesen…

Gartenschere

Beim Stöbern im örtlichen Baumarkt habe ich nach einigen Artikeln Ausschau gehalten, die ich evtl. für die neue Saison anschaffen werde: Gartenschere, Machete, Pflanztunnel, Folien/Vliese, Holz, Regal (als Basis für Umbau in ein rollbares Gewächshaus zum Vorziehen), Anzuchterde… und was mir eben sonst noch so auffiel. Ist natürlich alles auch eine Geldfrage, das erste Gartenjahr war teuer genug, diesmal will und werde ich nicht so viel investieren. Wirklich dringenden Bedarf habe ich nur an einer Gartenschere, da ich meine Obstbäume schneiden werde, sobald wir mal ein paar Tage frostfrei sind. Die regionale Streuobstinitiative empfiehlt Felco-Scheren. Die sind nicht billig, aber dafür auch entsprechend hochwertig – ca. 45,- EUR sind mir aber trotzdem zu teuer. Im Baumarkt gabs dann sowieso nur drei Marken mit diversen Modellen zur Auswahl. Der Berater hat von den drei Marken zu einer Fiskars-Schere geraten. Hatte ich zuvor noch nie gehört, aber 16,- EUR hören sich für mich akzeptabel an. Die Amazon-Bewertungen, die ich soeben erst gesehen habe, sprechen ja glücklicherweise auch für Fiscars. Mal sehen, ob mein Modell länger als ein Jahr hält, auch wenn ich damit nicht nur kleine Obstzweige schneide…

Zwiebeln

Letzte Woche ist meine Saatgutbestellung geliefert worden. Offensichtlich war ich beim Bestellen unachtsam, denn statt der erwarteten Steckzwiebeln wurden zwei Päckchen Säzwiebeln geliefert. Bei Steckzwiebeln ist Erfolg aus meiner Erfahrung eigentlich garantiert. Aber wie siehts bei Säzwiebeln aus? Auf der Packung steht nicht wirklich viel: im Februar/März direkt ins Freiland säen, ca. 1 cm tief. Ich hatte da was von Vorziehen und Pikieren in Erinnerung, sogar etwas von zweijährig?!?

Scheint, aber doch nicht so kompliziert zu sein: bei Seymour und in “Der Bio-Garten” steht im Prinzip das gleiche: Mist im Herbst in den Boden, Aussaat ins Freiland, sobald Boden nicht mehr zu feucht/klebrig ist. Dabei Reihenabstand von 20 bis 25 cm einhalten. Nur feine Erde leicht angedrückt darüber.

Auf Gartetechnik.de: habe ich noch diese Infos gefunden:

Steckzwiebeln haben einen Wachstumsvorsprung und können deshalb früher als Saatzwiebeln geerntet werden. Leider sind die Steckzwiebeln immer häufiger schon beim Kauf mit Pilzkrankheiten infiziert. Bemerkbar macht sich dies oft erst nach der Ernte, wenn die gelagerten Zwiebeln schneller als gewöhnlich verderben. Säzwiebeln dagegen keimen unter Umständen schlecht und haben eine lange Entwicklungszeit. Der Befall durch den Falschen Mehltau ist keine Seltenheit. Der große Vorteil bei Saatzwiebeln ist wiederum die bessere Schalenfestigkeit und die daraus resultierende gute Lagerfähigkeit.

Um die Lagerfähigkeit der Zwiebeln zu verbessern, empfehlen die Mitarbeiter der Bayerischen Gartenakademie, beide Anbaumöglichkeiten zu kombinieren: Dazu zieht man im Februar Saatzwiebeln vor. Sieben bis neun Saatkörner werden in einen kleinen Topf mit Aussaaterde gesteckt. Kostengünstig sind auch Eierschachteln als Kinderstube für die Zwiebeln. An einem temperierten Platz, zum Beispiel auf einer Fensterbank, lässt man sie keimen. Dort verbleiben die Sämlinge bis sich die ersten Blätter gebildet haben. Die Zwiebelpflänzchen sollten bald im Freien abgehärtet werden, dürfen dabei aber keinen Frost abbekommen.

Anfang bis Mitte April können sie gepflanzt werden: Die Zwiebelnester werden in Reihen in lockere Erde gesetzt [Reihenabstand 3o cm, in der Reihe 25 cm]. Bei dieser Methode keimen die Zwiebeln sicherer und der Befall mit Falschem Mehltau reduziert sich enorm.

Zweitausendzehn

Der Schnee bleibt uns angeblich noch eine Weile erhalten, Zeit genug also, um das Design meines Blogs mal wieder zu überarbeiten (noch nicht fertig). Oder Tierspuren nachzuspionieren. Sieht für mich nach Dachs aus. Krallen sind erkennbar, eher große Pfoten. Keine Katze, kein Marder. Da fällt mir nicht mehr viel ein, was da in meiner Gegend in Frage kommt. Außerdem siehts so aus, als würde das Tierchen über Bäume/Sträucher in meinen Garten gelangen. Können Dachse klettern? Muss ich mal recherchieren…

Und so sieht mein Garten gerade aus:

Meine Gartenhüttendachkonstruktion hält sogar eine Schneedecke von ca. 25cm aus. Juhu! Ich befürchtete ja, dass ich im Winter Schnee vom Dach ziehen muss, damit es nicht zusammenstürzt :-)

Hecke

Hatte ich ganz vergessen, zu posten…. Anfang Dezember habe ich meine vier Grundstücksseiten nach Löchern im Zaun kontrolliert. Außerdem habe ich den Zaun tw. von dieser wilden Clematisart (mir fällt der Name gerade nicht ein…) befreit, den Flieder deutlich gekürzt, weil die Westseite meines Gartens vom Flieder ziemlich beschattet wurde. Und zu guter Letzt habe ich an den lichten Stellen des Zauns noch einige Wildpflanzen gepflanzt: Hasel, Eiben, Holunder und Hainbuchen. Buchsbaum habe ich dann noch gesteckt (als Stecklinge dienen Zweige von mindestens 10 cm Länge, deren unteren beiden Drittel entlaubt und in die Erde gesteckt werden – Stecklinge werden von September bis März gewonnen). Die Pflänzchen können jetzt gerne um die Wette wachsen, hauptsache mein Garten wächst vom Feldweg schön zu. Hier ein aktuelles Foto, auf dem die Pflänzchen wegen des Schnees nicht optimal zu erkennen sind.