Monatsarchiv für März 2010

Straucheibisch / Hibiscus

Vor über 14 Tagen habe ich zahlreiche gesammelte Samen eines Straucheibischs (mir zuvor besser als Hibiscus bekannt) in Anzuchterde gesteckt. Nix tat sich – bis heute morgen: endlich ist der erste, ziemlich kräftige Trieb zum Vorschein gekommen. Auf die Idee Straucheibisch aufzuziehen bin ich gekommen, da ein benachbarter Garten seinen Zaun komplett mit Straucheibischen bepflanzt hat, was nett aussieht und viele Hummeln und Bienen anlockt. Und mein Zaun ist ja trotz erfolgreicher, winterlicher Pflanzaktion teilweise immer noch recht kahl.

Vielleicht hätte ich mich aber auch einfach mal vorher informieren sollen. Straucheibisch kann man nämlich auch durch Stecklinge vermehren. Zitat von der Gartendatenbank: für Ableger im Sommer halbreife (=halbverholzte) Stecklinge verwenden, die meist leicht bewurzeln. Wieder was gelernt. Ich hatte schon darüber nachgedacht, die haarigen Samen aufzupuhlen, um den Samen das Keimen zu erleichtern :-) Jetzt hat es ja doch noch geklappt und vielleicht kann ich ja schon bald einige Hibiscus in den Garten versetzen.

UPDATE 31.03.20: heute hat sich der zweite Sprössling blicken lassen. Juhu!

Acht Tage Urlaub

Acht Tage Urlaub – viel Zeit für den Garten, Sport und etwas Entspannung. Heute mittag habe ich mir anlässlich des überraschenden Sonnenscheins gleich von allem etwas gegönnt. Die Gartendosis: wir haben einige Reihen Spinat, Radieschen, Petersilie, Dill und Möhren gesät, etwas Bärlauch im Wald ausgebuddelt und bei uns im Schatten der Hasel eingegraben und einen weiteren Haselzaun als Sichtschutz vor den Kompost gebaut. An diesem Zaun wollen wir Kapuzinerkresse und vielleicht auch Bohnen entlang klettern lassen. Bin mal gespannt, welche Pflanzen sich dort im Halbschatten wohl fühlen. Danach eine halbe Stunde durch die Felder joggen (dabei 14 Rehe gezählt) und zum Schluss noch etwas in der Sonne sitzen, den Maisen beim Piepsen zuhören, den Frosch beim Toten-Mann-Spielen zugucken und die Wildbienen beim Einzug ins neue Hotel beobachten. So kann es gerne weitergehen :-)

Mischkultur im Hobbygarten

Habe mir diese Woche dieses Büchlein von Schwester Christa Weinrich OSB (OSB = Oberpfälzer Schützenbund Ordo Sancti Benedicti) gekauft. Mein erster Eindruck: Mischkulturanbau ist eine Wissenschaft für sich. Obwohl nur 125 Seiten stark (ca. DIN A6!) wird der Anbau in Mischkultur sehr detailliert beschrieben. Unter Berücksichtigung von unterjährigen Folgessaten ist das für mich als Mischkulturen-Einsteiger jedoch noch ganz schön kompliziert. Nachfolgend möchte ich einige Tipps auflisten, die mir besonders aufgefallen sind:

  • zum Start ins neue Gartenjahr Spinat im Reihenabstand von 50cm im ganzen Garten aussäen, da optimale Vorkultur. Nach dem Schießen aushacken und als Mulch liegen lassen. Vermutlich wird mehr zu ernten sein, als man verzehren (verschenken) kann, Hauptzweck des Spinatanbaus ist jedoch die Bodenverbesserung.
  • vor der ersten Aussaat und nach dem Abrechen des Wintermulchs sollte der Boden gegen Pilzkrankheiten vorbeugend mit Ackerschachtelhalmbrühe überbraust werden.
  • ein einmal ausgeklügelter Mischkulturenplan (z. B. der von Gertrud Franck) kann jedes Jahr wiederholt werden – vorausgesetzt man verschiebt die Reihen jedes Jahr eine Reihe weiter
  • Sonnenblumen, an die der ein oder andere Gemüsegärtner vielleicht gar nicht denkt, vertragen sich gut mit Kohl
  • beim Gemüseanbau in Mischkultur sollten Stangenbohnen an senkrechten Stangen angebaut werden und die gegenüber liegenden Stangen versetzt stehen. Aneinander gelehnte Stangen beschatten den Boden zu stark, so dass keine Begleitkulturen (Salat, Feldsalat, Kohlrabi) angebaut werden können.
  • Ringelblumen sind gut für Tomaten. Dazu einfach schon im April zwischen den geplanten Tomatenreihen Ringelblumen aussäen
  • dass Kapuzinerkresse Blattläuse anzieht und damit evtl. von Gemüse ablenkt, wusste ich bereits. Dass sie Tomaten, Obstbäumen, Stangenbohnen und Kohl besonders gut tun, ist mir dagegn neu
  • Bettina hatte mir schon mal den Tipp gegeben, im Mischkulturenanbaubuch stehts auch nochmal: Feldsalat sät man im August/September zwischen Erdbeeren. Spinat kann auch nicht schaden. Und im Frühjahr im Erdbeerbeet gesteckte Zwiebeln bewahren die Erdbeeren vor Grauschimmel

Ich werde dieses Jahr versuchen, möglichst viel in Mischkultur anzupflanzen. Begonnen habe ich ja schon damit, ist aber auf jeden Fall eine ziemliche Umstellung…

Haselzaun

Heute haben wir als Begrenzung eines neuen Blumenbeetes unseren ersten Haselzaun aufgebaut. Wir haben uns zuvor Fotos von solchen Zäunen nur angesehen und heute einfach mal drauf los gebaut. Geht wirklich einfach, macht einen erstaunlich stabilen Eindruck und sieht nach meinem Geschmack auch noch nett aus.


Den Rest lesen…

Erbsen richtig anbauen

Als ich letzes Jahr Bio-Saatgut beim örtlichen Drogeriemarkt entdeckt habe, habe ich ja nicht widerstehen können, drei Päckchen mitzunehmen. Das war im Juli und damit für Erbsen eigentlich zu spät, wie sich auch im schwachen Ertrag zeigte. Außerdem war mein Zaungerüst anscheinend auch nicht optimal für Erbsen geeignet. Jetzt also zweiter Versuch. Und da kommt der detaillierte Artikel im kraut & rüben – Magazin gerade zum richtigen Zeitpunkt. Hier eine Zusammenfassung der Erbsen-Tipps:

  • Aussaat ins Freiland ab Mitte März, Reihenabstand ca. 30 bis 40cm; wenn Gerüst in der Mitte steht, sollte der Abstand der gegenüber liegenden Reihen ca. 60 bis 80cm betragen. Im kraut & rüben- Magazin wird dabei eine Aussaat in Doppelreihen empfohlen.
  • zur schnelleren Keimung kann Beet mit Vlies oder Folie abgedeckt werden; doof nur, wenn man wie ich bereits sein Gerüst gebaut hat…
  • Jungpflanzen sollte man anhäufeln, sobald sie etwa 15 cm erreicht haben
  • Erbsen haben es gerne feucht, regelmäßiges Gießen ist daher zu empfehlen
  • Tomaten Paprika, Kartoffeln, Zwiebeln, Lauch, und Knoblauch sind “schlechte” Nachbarn
  • auch für Buschsorten (wusste gar nicht, dass es das gibt) macht ein Klettergerüst Sinn
  • Fruchtwechsel von mindestens drei Jahren zwecks Krankheiten- und Schädlingsbefallvermeidung ist unbedingt zu beachten
  • Hülsen sprießen trotz Ernte immer wieder nach
  • bei jungen Erbsen können die Hülsen mitgegessen werden
  • Erbsenlaub liefert prima Mulch
  • wie bei Bohnen auch lässt man die Erbsen zwecks Saatgutgewinnung am Strauch voll ausreifen

erste Aussaaten

Nachdem ich gestern Knoblauch und Zwiebeln gesteckt hatte, waren heute morgen die ersten Aussaaten dran: Möhren (Milan), Rucola (eigenes Saatgut), Spinat (Butterflay – schreibt sich wirklich so “falsch”), Pastinaken (halblange Weisse) und Zuckererbsen (Norli). Ich habe sämtliche Saaten – außer den Erbsen – in abwechselnden Reihen unter Berücksichtigung von Brunners Mischkulturen-Tabelle ausgebracht. Bin mal gespannt, ob dieses Jahr daraus mehr bzw. überhaupt Erträge resultieren. Pastinaken wurden 2009 überhaupt nichts…

Gefreut habe ich mich heute, dass sich wieder ein Frosch an meinem Teich blicken lässt. Letztes Jahr war ja mein Teich völlig zugewuchert und ausgetrocknet und ich hatte zur Radikalkur angesetzt. Noch wachsen die Teichpflanzen spärlich, aber “meinem” Frosch scheints zu gefallen :-)