Monatsarchiv für April 2010

Nutztiere im Garten – Bienen?

Ich habe mich gegen Laufenten entschieden, da eine Haltung in meinem Garten mit zu vielen Komplikationen verbunden ist: kein fließendes Wasser, Brunnenbohren ist nicht möglich, also nur Regenwasser vorhanden und der Garten ist ca. 900 Meter von zu Hause entfernt. Nach Ralfs begeisterten Schilderungen seiner Hühneranschaffung habe ich auch über Hühner nachgedacht. Gegen die spricht ebenfalls vor allem die Entfernung und dass Hühner ohne Chemieeinsatz recht viele Flöhe anziehen. Das will ich uns und vor allem unserem Hund ersparen. Größere Nutztiere (z. B. Ziegen) finde ich auch klasse, kommen aber aufgrund Gartenbeschaffenheit und Gartengröße für mich persönlich nicht in Frage. Kaninchen? Die legen nun mal keine Eier und da führt dann im Vergleich zu Hühnern überhaupt kein Weg am Schlachten vorbei. Bleiben nur Bienen – oder? Daher will ich meine Überlegungen mal festhalten…


Den Rest lesen…

Chinesischer Wacholder – Birnengitterrost

Bei der Pflanzenbestimmung hatte ich mir letztes Jahr auch mal im Selbstversorgerforum helfen lassen. Etwas später hatte ein Forenmitglied mir noch einen Tipp gegeben, weil er auf dem von mir eingestellten Foto im Hintergrund eine Pflanze entdeckte, die sein Interesse weckte: Chinesischer Wacholder. Seine etwas verspätete Antwort habe ich also erst jetzt bemerkt. Und er rät mir, den Wacholder zu entfernen, denn der soll Zwischenwirt des Birnengitterrostes sein, der den Anbau von Birnen erschwert bis unmöglich macht. Musste ich natürlich überprüfen, und siehe da, lt. wikipedia hat er recht – hier drei Links: Birnengitterrost, Wacholder, Sade-Baum. Einen Wacholder hatte ich vor einigen Wochen entfernt, da er einfach hässlich war und an einer ziemlich doofen Stelle stand – ohne vom Birnengitterrost zu wissen. Als ich dann das Posting gelesen hatte, habe ich auch den zweiten Wacholder entfernt. Jetzt steht noch eine Pflanze in meinem Garten, von der ich nicht weiß, ob es sich um einen Wacholder oder einen solchen Sade-Baum handelt – siehe Foto. Mein kleiner Birnbaum hatte jedenfalls tatsächlich solche Flecken und trug in 2009 keine einzige Frucht. Wieder was gelernt…

Tomaten haben Nährstoffmangel

Diverse Experten sind sich einig: meine Tomaten leiden höchstwahrscheinlich an Nährstoffmangel (Mangan, Eisen, Magnesium) und nicht an Sonnenbrand oder Braunfäule. Bin ich erleichtert!. Ursache: Anzuchterde ist nach dem Pikieren ungeeignet, da sie zu wenig Nährstoffe enthält / zu mager ist. Anzuchterde sollte also nur zum Keimen verwendet werden, nach dem Pikieren ist Blumenerde, Gartenerde etc. besser geeignet. Jetzt ist das Kind aber in den Brunnen gefallen – was also tun? Düngen! Welchen Dünger ich verwenden soll, darüber gab es unterschiedliche Auffassungen – von handelsüblichem Flüssigdünger, bis über verdünnten Urin (1:10 oder 1:20) bis zu einer gemixten Fisch-Erde-Mischung im Verhältnis 1:1. Denn Tomaten gehören nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den fleischfressenden Pflanzen. Ich werde es vermutlich erstmal mit dem natürlichen mit dem Tomaten-Dünger versuchen, den mir Marcel zukommen ließ…. Fisch & Urin sind mir zunächst mal zu heftig :-)
Danke auch an dieser Stelle an die beratenden Experten!

Meine persönlichen Gärtner-Aufgaben für die nächsten Tage

  • Blumenbogen bauen
  • Kartoffeln legen (Wurzelpflanzen lt. Aussaatkalender von Maria Thun am besten am 27.04.10)
  • Blumen säen (20.04.10 nach 18 Uhr oder am 28. und 29.04.10), insbesondere Ringelblumen im Tomatenbeet und Kapuzinerkresse im Hochbeet sowie auf dem Kompost
  • restliche Zwiebeln stecken
  • mein rollbares Terrassenaufzuchthaus fertig stellen
  • Gurken und Zucchini vorziehen, und auch noch einige Hokaido sowie Honigmelonen. Vielleicht auch von allem jetzt bereits etwas in den trendigen PET-Gewächshausflaschen im Freiland? Mal sehen…
  • Mangold (gute Nachbarn: Karotten, Kohl, Rüben) und Rote Beete (gute Nachbarn: Dill, Gurken, Knoblauch, Kohlrabi, Zwiebeln) säen – lt. Aussaatkalender von Maria Thun Mangold am 22.04.10 aussäen, die Roten Beete am besten am 27.04.10
  • vorhandene Blumen aussäen / Blumenbeete vorbereiten
  • Wassertank richtig aufstellen

Sonnenbrand

Nein, nicht ich. Wobei der Temperaturunterschied von gestern Morgen zu gestern Nachmittag schon extrem war. Ich vermute nach Durchsicht einiger Tomatenblogs dass meine Ochsenherz-Tomaten Sonnenbrand haben. Wenn ich recht habe, dann bin ich beruhigt. Hauptsache nichts Ansteckendes, denn alle meine Tomaten stehen derzeit relativ dicht nebeneinander auf dem Fenstersims. Die anderen Sorten (Roma, Andenhorn, Zuckertraube) haben diese Flecken bisher nicht. Vielleicht macht denen meine badische Südseitensonne nicht so viel aus? Ich habe mal Henry von tomatl.net um seine Meinung gebeten. Wenns was schlimmeres ist, riskiere ich nichts. Da vernichte ich lieber alle Ochsenherzen bevor ich einen Reinfall wie 2009 erlebe… Hier noch einige Links zum Thema: Sonnenbrand, Krautfäule und Tomato Problem Solver.

Angenommen ich habe recht mit meiner Vermutung “Sonnenbrand”: was ist die Ursache? Was kann ich dagegen tun?

Ursache: typisch für Sonnenbrand scheint zu sein, wenn die Tomaten erstmals ins Freie kommen und dann direkt in der Sonne stehen. Das ist bei mir jedoch nicht der Fall, denn noch stehen Sie hinter der Scheibe, die ordentlich UV-Strahlung abfangen sollte. Was also tun bei Sonnenbrand? Wenn die Tomaten nicht zu stark Schaden genommen haben, sollten sie sich von alleine wieder erholen. Etwas Schatten, vor allem während der Mittagszeit, tut den Tomaten jedoch gut. Beim Auspflanzen oder erstmaligen Herausstellen sollte man die Pflanzen auf jeden Fall etwas beschatten, um sie an den neuen Standort/die direkte Sonne zu gewöhnen.

Japanischer Blauregen & Trompetenblume

Passend zum “japanischen” Tor habe ich gestern Japanischen Blauregen sowie eine Blumenrege gesetzt – mal sehen wie die beiden sich gegen die “wilde” Clematis sowie die Brombeeren behaupten.Der Blauregen (dem Foto nach wird er allerdings weiß…) soll bis 800 cm lang werden, sowohl Schatten als auch direkte Sonne gut vertragen und bis -10° winterhart sein. Die Trompetenblume wird nicht ganz so lang, verträgt harte Winter (-20°) aber angeblich besser. Hauptsache die beiden blühen schön und locken viele Bienen und Hummeln an.