Monatsarchiv für Juli 2010

Rote Beete – Salat

Jetzt klappts immerhin schon drei Wochen fleischlos und weil warme Gerichte bei den aktuellen Temperaturen zu Schweißausbrüchen führen, esse ich eigentlich nur noch kalte Gerichte. Daher hier mal ein Salatgericht:

Zutaten: ca. 1 kg Rote Beete – mit frischen Knollen schmeckts besser, 1-2 Äpfel (ich nehme dafür gerne etwas reifere), 1 kleine Zwiebel, 1 Zitrone, Salz, Pfeffer und Öl

Zubereitung: Knollen waschen und je nach Größe weich kochen ohne zu schälen. Knollen abkühlen lassen und schälen, dann (auf einer Küchenreibe) feine Streifen reiben. Zwiebel in Würfel schneiden, Zitrone auspressen, Äpfel raspeln. Dies alles mit Öl und den Rote Beeten mischen, anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken. Im Prinzip also wie Rote Beete als Gemüse – nur eben kalt :-)

Calcium-Mangel meiner Tomaten – Blütenendfäule

Einige meiner Tomaten haben schwarzbraune Flecken an den Blütenenden. Die Ursache hierfür, so ist zufälligerweise im aktuellen “kraut & rüben” zu lesen, kann Calciummangel sein. Nicht unbedingt zu wenig Calcium im Boden – vermutlich schafft es das Calcium einfach nicht bis in die Früchte. Erklärung von kraut & rüben:

Der Nährstoff fliesst im Wasserstrom der Pflanzen mit. Weil Früchte und Blüten weniger Feuchtigkeit verdunsten als Blätter, saugen sie weniger Wasser und Calcium nach.

Was kann man dagegen tun?

  • betroffene Früchte abpflücken – es sind in der Tat immer nur einige wenige pro Pflanze betroffen
  • für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgen. Ein häufiger Wechsel zwischen nassen und trockenen Phasen fördert die Fäule. Leichter gesagt als getan angesichts der Umstände in meinem Garten :-(
  • nicht zu viel düngen, denn wenn zu viele Nährstoffe im Boden vorhanden sind, hats das Calcium ebenfalls schwer in die Früchte zu gelangen
  • die unteren Blätter ausbrechen, denn sonst zweigt dorthin schon zu viel Calcium ab und kommt nicht mehr bei den Tomaten an.

Ich kanns nicht mehr hören…

…wenn Sie im Radio ständig sagen, welch wunderbar sonniges Wetter wir haben (werden). Denken diese Moderatoren eigentlich nie an die Natur? Meine Wiese ist bereits völlig vertrocknet und ich kann nur hoffen, dass ich mit dem bisschen verbliebenen Regenwasser meinen Garten gerade noch ausreichend wässern kann. Es wird definitiv sehr sehr eng. Welche Prioritäten würdet ihr denn setzen bzw. welche Pflanzen brauchen unbedingt Wasser, welche kommen mit weniger aus? Gurken brauchen offensichtlich recht viel, so schnell wie deren Blätter schlapp da hängen. Auch Bohnen scheinen durstig.

Tolle Aussichten für Bruchsal also, nachdem es schätzungsweise schon vier Wochen nicht mehr geregnet hat:

Erdbeerpflege

Vor einigen Tagen habe ich drei Fragen zu meinen Erdbeeren gepostet, auf die freundlicherweise Malchus und Sanicula gute Antworten gaben. Passenderweise ist aber auch in der Juli-Ausgabe von  “kraut & rüben” ein Artikel zum Thema Erdbeerpflege. Hier mal die mir wichtig erscheinenden Hinweise:

  • Blätter und Ausläufer bis auf die jungen Herzblätter radikal abschneiden
  • Boden lockern
  • Unkraut entfernen
  • Kompost oder Dünger geben

Alle Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass im Spätsommer viele neue Blütenknospen fürs neue Jahr gebildet werden. Den Tipp, auch Ausläufer zu entfernen, finde ich ehrlich gesagt recht überraschend und werde ihn auch nicht befolgen. Zumindest nicht bei der Erdbeersorte, die so lecker war und große Früchte entwickelte.

Algen? Kippt mein Teich um?

Dem regelmäßigen Leser meines Blogs ist es vielleicht schon aufgefallen: ich mache mir zwar durchaus vor Handlungen Gedanken über deren Auswirkung, probiere aber auch gerne einfach mal aus. Manchmal, das gebe ich ja gerne zu, wäre es allerdings doch besser, sich noch intensiver mit der Theorie zu beschäftigen… Hier also mein aktuelles Sorgenkind: mein Teich.

Ich habe letztes Jahr aus dem Gartenteich meines Nachbars (ein ebenfalls verlassener Garten) zwei Wasserpflanzen in meinen Teich importiert. Von der einen Pflanze ist kaum noch etwas zu sehen, die andere breitet sich leider rasant aus: Entengrütze. Ich bin daher seit Wochen unregelmäßig damit beschäftigt, einen Teil der Wasserlinsen abzuschöpfen. Seit kurzem bilden sich unter der Wasseroberfläche schleimige grüne Fäden. Ich bin mir nicht sicher, aber es sieht so aus, als würden diese zu den Wasserlinsen gehören. Was tun? Molche habe ich schon länger nicht mehr gesehen und selbst “meine” zwei Gelbbauchunken machen sich rar. Biologe Daniel wüsste vielleicht einen Rat, aber der ist leider schon länger nicht mehr an meinem Garten vorbei gekommen. Wenn jemand von Euch Besuchern einen Tipp für mich hat, bin ich sehr dankbar dafür.

UPDATE 08.07.10: meiner Beschreibung nach müsste es sich tatsächlich um Algen handenln, so Daniel, die sich im Schatten der Wasserlinsen einfach stärker ausbreiten konnten. Deren dichtes Vorkommen müsste in Kürze auch wieder von alleine nachlassen. Den Unken und Molchen schaden die jedenfalls nicht. Wenns mich stört, kann ich den größten Algenschleim natürlich trotzdem mit einem Rechen entfernen.

Gartenblumen

Klar, es könnten mehr Blumen in meinem Garten blühen. Trotzdem freue ich mich über die blühenden Blumen, also denjenigen, die sich trotz Schneckenplage durchsetzen konnten….

Eigentlich bin ich davon ausgegangen, rund um die Terrasse recht viele Blumen gesät und gesteckt zu haben. eim Unkrautjäten waren wir dann auch entsprechend vorsichtig, weil wir uns oftmals nicht sicher waren, ob es sich bei diesem oder jenem Keimling um eine Blume handelt oder “nur” um “Unkraut”. Naja, die Terrasse ist jetzt war schön grün, Blumen sind allerdings nicht soo viele zu sehen :-)