Monatsarchiv für September 2010

Quittengelee und Quittenmarmelade in einem Vorgang

Bisher war ich der Annahme, dass ich aus Quitten entweder Marmelade oder Gelee zubereiten kann – aber eben nicht beides auf einmal. Si001 im Selbstversorgerforum hat mich eines besseren beleert und siehe da, es hat funktioniert und schmeckt. Wenn ich bisher Gelee aus Quitten hergestellt habe, dann habe ich die Früchte immer durch ein Stoff- oder Leinentuch gepresst. War super aufwändig. Den Fruchtrest musste man dann wegwerfen. Bei unten stehendem Rezept spart man sich das Pressen und kann auch die Fruchtstücke noch verwenden. Der Geschmack ist vielleicht nicht ganz so intensiv wie bei meiner Variante, aber das lässt sich vermutlich durch die Wassermenge noch verbessern.

Außerdem hielt ich die Verarbeitung von Quitten bisher für ziemlich arbeitsintensiv und hatte daher nach einfachen und schnellen Verarbeitungsmöglichkeiten gefragt. Heraus kam eben dieses Rezept. Mein zweites Anliegen war, weitere Verwendungsmöglichkeiten zu erfahren. Da scheint es dann tatsächlich nicht mehr all zu viele Möglichkeiten zu geben. Die anderen Selbstversorger nannten mir noch Quittenbrot, Quittenwein, Quittenlikör und Quittenkuchen. Von Quittenkompott wusste ich selbst bereits und entdeckt habe ich noch Kürbis-Quitten-Chutney, dazu in Kürze mehr :-)

Und hier noch das Rezept von si001 aus dem Selbstversorgerforum:


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Gartentelegramm (10)

Gen-Kartoffel Amadea wurde versehentlich vertauscht +++ Baldur-Garten ist mir bisher immer nur durch Werbung in meinem Blog aufgefallen. Seit Juni 2010 betreibt die Gärtnerei aber auch einen Blog mit interessanten Beiträgen, der aktuelle Artikel handelt z. B. vom Feigenanbau, das passt ja prima +++ ich hatte kürzlich darüber berichtet, dass meine Walnüsse so klein sind. Mittlerweile muss ich das etwas korrigieren, denn die aktuell herabfallenden Nüsse haben eine aus meiner Sicht durchschnittliche/normale Größe. Vielleicht fallen kleine Nüsse einfach zuerst auf den Boden, weil sie aufgrund Ihrer geringen Größe zuerst reif sind? +++ jetzt wurde es aber auch Zeit: auf den bereits brachliegenden Beeten (noch wachsen Bohnen, Kürbisse, Salat, Kohl und Tomaten) habe ich Gründünger gesät. Und weil es mir schwer fiel in einem der örtlichen Gartenmärkte an den Blumenzwiebelangeboten vorbei zu laufen, habe ich noch 200 Zwiebeln gekauft. Mit dem Vergraben warte ich noch, bis es nicht mehr regnet.

Ölfrei oder zumindest plastikfrei leben

Diese Woche hatte ich mich abends mit einem Freund getroffen. Wie das dann eben so ist, sprachen wir über Gott und die Welt, besonders lange aber auch über alternative Lebensformen (Selbstversorgung, Wohn- und Lebensgemeinschaften). So drifteten wir über Kapitalismus, Rohstoffknappheit, Ölkatastrophe im Golf von Mexico irgendwann zum “ölfreien Leben” ab. Und damit meinten wir nicht nur den Verzicht auf Öl als Treibstoff für Fortbewegungsmittel. Als ich die letzten Tage hierzu etwas recherchiert habe, fand ich dazu: nichts – nicht einmal bei Greenpeace. Aber immerhin zu einem Leben ohne Plastik/Kunsstoff, das ja auf Ölbasis hergestellt wird, gibt es einige Denkanstöße im Netz. Den Film Plastic Planet habe ich leider verpasst. Zufälligerweise erschien dann diese Woche auch ein Artikel im Publik-Forum zum Thema Plastik, der sogar als Titelthema fungierte. Und die vielen Internetseiten sind auch schon ein prima Ideengeber (Beispiellink), mein Leben plastikfreier zu gestalten. Wieso überhaupt auf Kunsstoff verzichten? Dafür gibt es mindestens zwei gute Gründe: Gesundheitsgefahren sowie Umweltverschmutzung (die Links hierzu sind exemplarisch). Und was hat das mit meinem Blog, der in erster Linie von meinem Gemüseanbau handelt, zu tun? Wenig, am ehesten noch im Hinblick auf die Aufbewahrung von Lebensmitteln. Außerdem ist mir Umweltschutz wichtig, wie an der ein oder anderen Stelle schon zu lesen war, und deshalb schreibe ich darüber – off topic quasi :-)

Zunächst also eine persönliche Bestandsaufnahme, wo sich in unserer Wohnung zumindest offensichtlich kunststoffhaltige Gegenstände befinden…


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Blumen

Der schöne Tag fand seine Fortsetzung heute im Garten bei entspanntem Rasenmähen (ich sollte eigentlich mal ein Loblied auf meinen Spindelmäher schreiben), Bienen beobachten und Nüsse sammeln. Daher noch einige Blumenimpressionen…

Bauernmarkt Speyer

Sonne, Wochenende, keine Verpflichtungen – was will man mehr. Also haben wir die Idee, Speyer zu besuchen, in die Tat umgesetzt. Zum Glück waren wir relativ früh vor Ort, denn als wir gingen, waren die Menschenmassen kaum noch zu ertragen. Ich muss zugeben, ich hatte die naive Hoffnung, mehr unterschiedliche Erzeugnisse zu sehen, der Apfel- und Weinverkauf hat doch stark dominiert. Stände zum Staudenverkauf, Korbwaren oder Schafschor-Darbietungen waren absolut in der Minderheit. Insgesamt war das doch sehr kommerziell und auch nicht wirklich günstig. Naja, immerhin gabs was Leckeres zum Essen.

Feuerbohnen

Nachdem die erste Aussaat Buschbohnen der Hitze und/oder der Mischkultur mit den Kartoffeln zum Opfer fiel und meine Stangenbohnensamen vom Speisebohnenkäfer zerfressen wurden, habe ich Feuerbohnensamen gekauft, um etwas Neues auszuprobieren. Mittlerweile hängen sowohl richtig lange als auch noch recht kleine Schoten an den Pflanzen – und beide schmecken nicht, sind zäh und faserig. Sind die Schoten bei dieser Sorte etwa ungenießbar und schmecken etwa nur die Kerne/Samen?

Ich habe daher nach Erfahrungsberichten u. ä. zu Feuerbohnen recherchiert. Nachfolgend für mich neue Erkenntnisse bzw. Antworten auf meine Fragen:

  • ganze Schoten sind genießbar, wenn man die Bohnenkerne erst ansatzweise in der Schote erkennt – eigentlich….
  • die Schoten sind nur gekocht zu verzehren, rohe Bohnen sind stark giftig (Botros nascht sie trotzdem immer ungekocht und lebt noch immer…)
  • wenn man den richtigen Zeitpunkt zur Ernte der jungen Bohnen verpasst, kann man nur noch die Bohnenkerne essen; habe ich am Wochenende gemacht: eine Menge Arbeit für eine handvoll Kerne :-(

  • Bohnen behalten am besten ihr Aroma, wenn man sie frühmorgens erntet
  • gilt nicht nur für Feuerbohnen, sondern für alle Stangenbohnen: diese reifen früher und bringen reichere Ernte, wenn man sie nach Erreichen von rund 1 Meter Höhe seitwärts weiterbindet, anstatt sie aufwärts ranken zu lassen.
  • Dicke Bohnen bringen im Spätherbst eine zweite Ernte, wenn die Pflanzen gleich nach der ersten Ernte der grünen Schoten mit einem scharfen Messer auf 8 bis 10 Centimeter Höhe abgeschnitten werden. Hätte ich das gewusst, hätte ich meine Aussaat Dicke Bohnen damit von Blattläusen befreien können und vielleicht jetzt doch noch ein paar Bohnen ernten können. Schade, Tipp zu spät entdeckt.
  • Bohnen sind super: so viel pflanzliches Eiweiß wie kein anderes Gemüse, außerdem die Vitamine C, B2 und B6, Kalzium und das Provitamin A sind drin