Monatsarchiv für September 2010

Gartentelegramm (9)

Heute ausnahmsweise lediglich drei Links: Weinbau in Schweden? Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg…. Vielleicht dient das dem ein oder anderen gärtnernden Leser ja als Motivationshilfe +++ wer einen Garten günstig pachtet oder besitzt, hat Diebstahl sicher nicht nötig: eigentlich traurige Kurznachricht aus Ingolstadt… +++ für diesen Samstag hatte ich bei gutem Wetter daran gedacht, mal wieder durch Speyers Altstadt zu bummeln und dort zu frühstücken. Nach Lesen dieses Artikels über den größten Bauernmarkt in Rheinland-Pfalz, der zufällig an diesem Wochenende stattfindet, schlage ich es nicht nur vor, da muss ich das einfach machen :-)

Walnüsse sind reif

Ich habe die letzten beiden Tage die ersten 1,5kg (mit Kern/ungetrocknet) Walnüsse von meinem großen Nussbaum gesammelt. Die Nüsse dieses Baumes sind zumindest dieses Jahr sehr klein. Aber das ist immer noch besser wie letztes Jahr, als der Baum kaum Nüsse getragen hat und diese kleine Menge dann meistens verfault war. Aufgrund der Fragen, wieso die Nüsse so klein sind und ob ich die Nussgröße beeinflussen kann, habe ich mal über Walnüsse ein paar Infos zusammengetragen…


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Gartentelegramm (8)

Der Feldsalat ist reif. Kein Witz! Im Gurkenbeet hatte ich letzte Saison Feldsalat angebaut und wie beschrieben einige Pflanzen wachsen lassen, um Saatgut zu gewinnen. Dabei haben sich viele Samen logischerweise auch selbst verbreitet. Unter den vor kurzem noch kräftigen Gurkenblättern konnte der Feldsalat  daher geschützt keimen und steht jetzt bereits erntereif im Gurkenbeet +++ neues von den Johannisbeerstecklingen: fünf von acht Stecklingen stehen richtig gut da. Ich bin guter Dinge, dass an den Sträuchern nächstes Jahr zumindest ein paar Beeren zu ernten sind und werde daher diesen Herbst noch ein paar weitere Stecklinge schneiden +++ ich habe von den wenigen Blumen meines Gartens gestern Saatgut eingesammelt. Mal sehen, vielleicht habe ich ja auch bei Blumen Erfolg mit dem Saatgutsammeln. Wäre schön…

Gedeckte Apfeltorte

Weil meine Äpfel so lecker sind und ich nur eingeschränkte Aufbewahrungsmöglichkeiten habe, gabs gestern abend wieder 2kg Apfelkompott. Und gleich noch was Neues hinterher: Apfeltorte. Rezept habe ich aus einem Backbuch entnommen, die folgende Anleitung wurde allerdings von mir verfeinert :-)


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Kartoffel-”Setzlinge”

Meine erste Kartoffelernte überraschte und erfreute mich doch sehr, daher möchte ich auch 2011 gerne erneut Kartoffeln anbauen. Auch die beiden gewählten Sorten (“Anuschka”, gelb, oval, festkochend, sehr frühe Reifezeit sowie “Laura”, rote Schale, dunkelgelbes Fleisch, mittelfrühe Reifezeit, vorwiegend festkochend) schmecken gut. Da bei der Ernte auch viele kleine Knollen dabei waren, die zum Verzehr eher ungeeignet sind, dachte ich daran, diese kleinen Knollen nächstes Jahr zum Legen zu verwenden. Oder sind die dafür zu klein? Und wie lagere ich diese überhaupt? Denn ich kann mir aufgrund meiner bisherigen Erfahrung als Kartoffelkonsument nicht vorstellen, wie es mir gelingen soll, dass die als Setzlinge auserkohrenen Kartoffeln bis April 2011 nicht keimen. Grund genug, mal wieder im Selbstversorgerforum nachzufragen…

Hier die zusammengetragene Meinung der Freunde aus dem Forum:

  • trocken, kühl und vor allem dunkel lagern; hierfür kommen je nach Wohnsituation der Keller, der Kühlschrank oder ein Erdkeller in Frage
  • zu kleine Saatkartoffeln haben meist nur 1-2 “Augen”, aus denen Stängel wachsen. Somit ist die Blattmasse daraus zu gering, um einen hohen Ertrag zu bringen
  • man kann auch sehr große Saatkartoffeln nehmen, das ist aber nicht erforderlich, wenn man genügend Saatkartoffeln der mittelgroßen Kartoffeln (vielleicht etwa 5 cm Durchmesser an der längsten Stelle) hat. Diese haben meist vier bis fünf Augen, was  für einen guten Blattansatz völlig ausreicht
  • die vom Saatgutversand gelieferten Kartoffeln hatten auch die zuvor genannte Größe von ca. 5 cm, das deckt sich also

“Blumen” als Zaunhecke

Botros hat mir diesen Frühling einige Blumenknollen (okay, vier Zehn-Liter-Eimer voll…) geschenkt. Einige davon habe ich im Garten eingebuddelt, einige in Kübel auf unserer Terrasse. Leider kennt weder er noch ich den deutschen Namen dieser Blume, er nennt sie immer nur Sonnenblume. Und ja, eine gewisse Ähnlichkeit ist natürlich vorhanden.
Für unsere Süd-Terrasse scheinen die Blumen allerdings eher ungeeignet, denn sie haben einen unglaublich hohen Wasserbedarf. Im Garten dagegen sind sie prima angewachsen und blühen wunderschön. Da sie rund zwei Meter hoch werden, bieten sie sich vielleicht auch als Sichtschutz am Zaun an. Das wäre mir lieber als Clematis und Brombeeren, die am Zaun sowieso nichts werden. Wir werden daher im Herbst, die Knollen teilen und einige an den Zaun versetzen. Vielleicht auch welche von der Terrasse dazupflanzen. Mal sehen, wie ich mich mit meiner besseren Hälfte einige :-) Da nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub bereits alle Blumen verblüht waren, habe ich nur noch ein Foto einer Blüte aus Nachbars Garten…

Und jetzt kommts! Beim Stöbern auf diversen Gartenblogs bin ich beim Gartenmädchen / der Mauerblume gelandet (schöner, schlichter Blog aus der Stadt, das nur nebenbei) und sehe da: meine Sonnenblume. Ich lese, vergleiche Fotos, schlage in Büchern nach und schaue auf wikipedia. Botros hat mir im frühjahr also vier Eimer voll Topinambur geschenkt! Da ich von Topinambur bisher nur die Wurzel vom Sehen kannte, hab ichs nicht kapiert. Also ich finds total witzig, meine bessere Hälfte ist aber trotzdem der Meinung, wir sollten besser die Blumen wachsen lassen, als die Wurzeln zu essen… Mal sehen ;-)