“Blumen” als Zaunhecke

Botros hat mir diesen Frühling einige Blumenknollen (okay, vier Zehn-Liter-Eimer voll…) geschenkt. Einige davon habe ich im Garten eingebuddelt, einige in Kübel auf unserer Terrasse. Leider kennt weder er noch ich den deutschen Namen dieser Blume, er nennt sie immer nur Sonnenblume. Und ja, eine gewisse Ähnlichkeit ist natürlich vorhanden.
Für unsere Süd-Terrasse scheinen die Blumen allerdings eher ungeeignet, denn sie haben einen unglaublich hohen Wasserbedarf. Im Garten dagegen sind sie prima angewachsen und blühen wunderschön. Da sie rund zwei Meter hoch werden, bieten sie sich vielleicht auch als Sichtschutz am Zaun an. Das wäre mir lieber als Clematis und Brombeeren, die am Zaun sowieso nichts werden. Wir werden daher im Herbst, die Knollen teilen und einige an den Zaun versetzen. Vielleicht auch welche von der Terrasse dazupflanzen. Mal sehen, wie ich mich mit meiner besseren Hälfte einige :-) Da nach meiner Rückkehr aus dem Urlaub bereits alle Blumen verblüht waren, habe ich nur noch ein Foto einer Blüte aus Nachbars Garten…

Und jetzt kommts! Beim Stöbern auf diversen Gartenblogs bin ich beim Gartenmädchen / der Mauerblume gelandet (schöner, schlichter Blog aus der Stadt, das nur nebenbei) und sehe da: meine Sonnenblume. Ich lese, vergleiche Fotos, schlage in Büchern nach und schaue auf wikipedia. Botros hat mir im frühjahr also vier Eimer voll Topinambur geschenkt! Da ich von Topinambur bisher nur die Wurzel vom Sehen kannte, hab ichs nicht kapiert. Also ich finds total witzig, meine bessere Hälfte ist aber trotzdem der Meinung, wir sollten besser die Blumen wachsen lassen, als die Wurzeln zu essen… Mal sehen ;-)

 
 
5 Kommentare. Hinterlasse einen Kommentar oder setze einen Trackback.
  1. #1 • Mario hat am 10.09.2010 gesagt:
     

    Hallo Daniel,

    dass könnte aber auch eine Staudensonnenblume (Helianthus decapetalus) sein. Aus meinen 6 Knollen, die ich im letzten Jahr gepflanzt habe ist inzwischen ein ca. 2m hoher Staudensonnenblumenwald geworden.

    Die sehen dem Topinambur (Helianthus tuberosus) verdammt ähnlich.
    In unserem nördlichen Breiten (Hannover) blüht Topinambur sehr spät (Anfang Oktober) oft auch garnicht. Die Staudensonnenblume blüht seit Ende August.

    Ich weiss nicht, ob man Staudensonnenblumenknollen auch essen kann …

    Viele Grüße
    Mario

  2. #2 • teichrose hat am 10.09.2010 gesagt:
     

    Hi Daniel,

    hätt ich dir gleich sagen könne, dass es Topinambur ist :). Ich hatte auch welche im Garten, fand die Erdbirnen aber nicht so lecker. Außerdem wuchern die wie verrückt, und ich hatte ein nichtblühende Sorte – war nur grün und riesig.

  3. #3 • Daniel hat am 10.09.2010 gesagt:
     

    hallo ihr zwei,

    tja, ich finds immer noch lustig. ich habe auch ganz viele fotos verglichen und beschreibungen gelesen: ich bin mir sicher, es ist topi. nur probiert habe ich ihn noch nicht.

    schönes sonniges wochenende!
    daniel

  4. #4 • Ralf hat am 13.09.2010 gesagt:
     

    Du kannst deine bessere Hälfte beruhigen. Erst die Blumen genießen und wenn sie verdortzelt sind kannst du einen Teil der Knollen genüsslich mümmeln. Also für beide das richtige.

    :)

  5. #5 • Daniel hat am 14.09.2010 gesagt:
     

    @ralf: gut zu wissen :-)