Dienstag, 11. Januar 2011 |
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Ich habe mir dieses Jahr trotz der frustrierenden bescheidenen Ergebnisse in den letzten beiden Jahren nochmals Karotten-Saatgut gekauft – schließlich ist meine Wahrnehmung bei anderen, dass der Anbau ziemlich simpel sein muss. Bevor ich es aber zum dritten Mal versuche, habe ich im Selbstversorgerforum die Frage gestellt, worauf ich achten sollte, was ich in der Vergangenheit falsch gemacht haben könnte und ob der Boden meines Gartens vielleicht doch völlig ungeeignet ist. Die Antwort war recht eindeutig: mein Boden müsste für den Möhrenanbau grundsätzlich geeignet sein, auch wenn ein etwas sandigerer Boden noch besser wäre. Das Problem schlechthin dürften Schnecken gewesen sein, die sich mit Begeisterung auf frische Möhrenkeimlinge stürzen. Was gegen Schnecken hilft, war hier schon häufiger Thema, empfohlen wurde aber speziell zum Start des Möhrenanbaus ein Vlies. Das ist vorhanden, wäre also ein Versuch wert.
Ich habe nachfolgend die aus meiner Sicht wichtigsten Infos zum Karottenanbau zusammen getragen:
- Karottenanbau ist pflegeaufwändig!
- Karotten = klein & rundlich
- Möhren/gelbe Rüben = lang
- niemals frischer Mist, reifer Kompost im Herbst ist okay, Holzasche (Kali) vor dem Säen tut ihnen auch gut
- Boden: tiefgründig, humusreich, warm, locker, sandig
- 3 bis 4 Wochen Keimdauer, als Markierung eignen sich daher Radieschen-Reihen daneben sowie Knoblauch
- 3cm tief säen, Reihenabstand ca. 15cm
- nach der Saat Erde gut andrücken und gießen
- wenn Saat aufgegangen ist, überflüssige Sämlinge auszupfen, so dass immer ca. 3cm Abstand zwischen den Pflanzen ist
- gleichmäßig feucht halten – Mulchen!
- während des Wachstums Brennesseljauche als Dünger verwenden
- da die Aussaat ja bereits ab Ende Februar möglich ist, hier gleich noch die optimalen Aussaat-Termine 2011 gemäß Mondkalender: 20.02 bis einschließlich 22.02 sowie 01.03 und 02.03
Sonntag, 09. Januar 2011 |
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Ich weiß nicht, ob andere Hobbygärtner exakt Buch über ihre Aktivitäten führen (gute Idee für mich?). Sinn macht das sicherlich – ich dagegen führe “nur” diese Internetseite. So würde mich beispielsweise interessieren, wie viel Zeit meine Tomaten benötigt haben, groß genug zu werden, bis ich sie ins Freie hätte setzen können. Unabhängig davon, wie groß sie waren, habe ich wetterbedingt schließlich immer bis Anfang/Mitte Mai abwarten müssen.
Laut meinen Blog-Aufzeichnungen war das so: 2009 habe ich Mitte Februar mit der Tomatenaussaat begonnen und diese am 21. Mai ins Freie gepflanzt. 2010 habe ich bereits Anfang Februar mit der Aussaat begonnen und auch entsprechend früher mit dem Auspflanzen gestartet – es vergingen also jeweils von Aussaat bis zum Auspflanzen ziemlich genau drei Monate. In meiner Erinnerung waren die Setzlinge 2010 allerdings deutlich höher als 2009, aber auch unstabiler.
Die Beipackzettel der Saatguttütchen empfehlen prinzipiell eine Voranzucht ab Mitte Februar. Naja, mich hatte 2010 wohl die Ungeduld gepackt :-)
Laut Mondkalender wären 2011 für Fruchtgemüse (Paprika, Gurken, Tomaten, Auberginen) folgende Tage geeignet: Montag 31.01. und Dienstag 01.02. bis 20 Uhr, Donnerstag, 10.02., Donnerstag, 17.02. ab 16 Uhr und Freitag, 18.02. bis 20 Uhr, Sonntag, 27.02, Montag 28.02 sowie Dienstag, 08.03 ab 17 Uhr bis Donnerstag, 10.03. um 16 Uhr. Ich halte mich an den Kalender vermutlich auch dieses Jahr nur daran, wenn es sich zeitlich einrichten lässt. Stress mache ich mir deshalb nicht.

Den Rest lesen…
Montag, 03. Januar 2011 |
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An Weihnachten habe ich meine Saatgutbestellung beim Dreschflegel für 2011 aufgegeben: bestellt habe ich diesmal grüne Gartenmelde, Feldsalat Etampes, Schnittsalat Ochsenzunge, Spinat Winterriesen, Stielmangold Walliser, Wilde Rauke, Salattomaten Tigerella, Olirose, Extra Early und Reisetomate, Fleischtomate Berner Rose, Cocktailtomaten Waltingers und Vesennij Mieurinskij, Salatgurke Tanja, Einlegegurke National Pickling, Kürbisse Bischöflnmütze, Buttercup Burgess, Melonette Jaspee de Vandee, Moschuskürbis Butternut, Honigmelone Blenheim Orange, Buschbohne Hinrichs Riesen, Zuckererbse Hendriks, Markerbse Lancet, Puffbohne Witkiem, Möhre Duwicker und Nantaise, Rond écarlate géant de Wurzbourg, Radieschen De Dix-Huit-Jours, Rettich Ostergruß Rosa, Rote Bete Crapaudine.
Zusammen kostet die Bestellung rund 70 Euro. Nicht gerade wenig, andererseits sollte die Kostenersparnis bei meinen Lebensmittelaufwendungen um ein vielfaches höher liegen. Bleibt noch die Hoffnung, konsequent und ordentlich Saatgut selbst zu gewinnen. Hier mal meine gerade frisch sortierte Saatgutkiste – sind aber auch viele Blumen dabei:

Leider habe ich erst kurz danach Reichtum ernten gelesen, denn dadurch habe ich Appetit an einigen Raritäten bekommen, insbesondere die mehrjährige Winterheckenzwiebel hat mein Interesse geweckt. Vielleicht kommt in der Familie ja noch eine Bestellung zusammen, denn Petersilie habe ich auch vergessen…
Freitag, 05. November 2010 | Kommentare deaktiviert
Von Gnadenhöfen, auch in unserer Gegend, habe ich schon gehört. Aber von Bauern, die ihre ursprüngliche Tätigkeit zum Wohle der Tiere aufgeben? Das ist mir neu, aber Realität an der Nordsee im “Kuhaltersheim”, der Stiftung für Tierschutz. Bauer Jan betreibt auch einen Blog (den ich gleich mal in der Blogroll einfüge) mit immer wieder ergreifenden Beiträgen. Aufmerksam wurde ich aufs Kuhaltersheim aufgrund eines Artikels im Spiegel. Und umgekehrt habe ich durch den Kuhaltersheimblog nochmal zu einem Spiegel-Artikel über Foers Buch “Tiere essen” gefunden… So Schließt sich der Kreis :-)
Achja, heute gabs zum ersten Mal zwei leckere Gerichte aus meinem neuen Kochbuch “Vegetarian Basics” von GU – sehr empfehlenswert! Salat aus gebratenen Kürbisstückchen mit Rucola, Orangen und getrockneten Tomaten und dazu noch mehr gebratenen Kürbis mit gebratenen Austernpilzen. Beides lecker, aber der Salat war grandios! Rezept folgt vielleicht mal noch siehe unten. Immerhin weiß ich jetzt, dass meine Muskatkürbisse reif sind. Juhu!
Soviel für heute zum Thema “Anständig essen – Lebt es noch oder isst du es schon” – aus meinem Garten gibt es gerade ja nichts besonderes zu berichten :-(

Und hier gehts zum Rezept für Kürbissalat mit Orangen:
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Montag, 25. Oktober 2010 |
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Heute war es soweit: die Tomatenpflanzen haben die ersten Frostnächte nicht vertragen, Zeit also, die letzten Tomaten zu ernten und die Pflanzen auf den Kompost zu schaffen. Hier ein kleines Erinnerungsfoto – quasi zur Aufheiterung und zwecks Vorfreude auf 2011 :-)

Achja, den Muskatkürbispflanzen erging es recht ähnlich, der Frost ließ die Blätter erfrieren. Die Kürbisse selbst sehen unbeschadet aus, allerdings auch noch nicht reif: statt bräunlich sind sie leider erst dunkelgrün. Gemäß diversen Ratgebern im Internet versuche ich jetzt vorläufig mit Lagerung in der Wohnung. Vielleicht reifen sie so tatsächlich noch nach?
Montag, 11. Oktober 2010 |
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Gestern abend haben wir unsere Blumeninseln und noch einige andere Stellen zusätzlich mit unseren Topinambur-Sonnenblumen bestückt. Dazu hatten wir uns entschlossen, als wir eine ganze Kolonie Topinambur versetzen wollten (damit kleinere Blumen darunter nächstes Jahr besser mit Licht und Regen versorgt werden) und dabei das Vermehrungspotential des Topi offensichtlich wurde: die Stelle war voller schöner Topi-Wurzeln! Die meisten Wurzeln haben wir also versetzt, weil es aber so viele waren, haben wir rund 1kg mit nach Hause genommen. Zum Essen. Zum Probieren. Wir sind beide absolute Topi-Laien. Beim googeln habe ich folgendes Rezept auf chefkoch.de entdeckt:
Den Topinambur unter fließendem Wasser gut bürsten und in Salzwasser nicht zu weich garen. Schälen, in Würfel schneiden und in eine Schüssel oder Schale geben. Die Tomaten häuten und ebenfalls würfeln und zugeben. Mit dem Saft einer halben Zitrone (nach Geschmack weniger oder mehr, ich mag es nicht so sauer) beträufeln. Mit frisch gemahlenem Meersalz und Pfeffer würzen. Olivenöl vorsichtig unterheben und etwas durchziehen lassen. Mit einigen Blättchen klein gerupftem Basilikum servieren. Schmeckt lauwarm oder abgekühlt (aber nicht zu kalt). Ein Rezept, das dem artischockenartigen Geschmack der Topinambur entgegenkommt.
Ich kann nur sagen: Weltklasse! Probiert es aus!