Archiv der Kategorie ‘Obst‘

Obstbäume: Quitte & Sauerkirsche

Letzten Mittwoch rief mich Daniel an, ob ich ein paar Obstbäume abhaben möchte. Geschenkt. Klar, nehm ich, egal wie viele, im Zweifel kommen Sie auf Nachbars verwildertes Grundstück. Am Ende hatte Daniel dann zwar nur zwei Bäume übrig, aber das hat mich trotzdem sehr gefreut. Es wurden eine Quitte und eine Sauerkirsche.


Und weil ich bisher keine Obstbäume neu gepflanzt habe, will ich heute zusammenfassen, worauf dabei zu achten ist…


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Baumschutz & neue Nistkästen

Es gibt zum Glück auch jetzt immer irgendwas zu tun… Von meiner Streuobstinitiative wurden mir die bestellten Nistkästen sowie Baumleim geliefert. Dieser Baumleim hat keine Nebenwirkungen und kann direkt auf den Stamm gestrichen werden. Ob ich mit dem Sammeln der befallenen Äpfel und diesem Einstreichen der Stämme mein Apfelwicklerproblem bereits nächstes Jahr in den Griff bekomme? Das Streichen der Stämme ist bei den aktuellen Windverhältnissen gar nicht so einfach, zieht der Leim doch manchmal ganz dünne Fäden und wird dann schnell davon geweht. Naja, irgendwie hats dann doch geklappt. Bei einem Blick in Nachbars Apfelgarten frage ich mich allerdings, ob der Leim wirklich so sinnvoll ist, sterben dadurch doch auch zahlreiche nützliche Insekten. Hmmm….
Die bestehenden Kästen hatte ich an einem abgestorbenen Baum, einer Materialhütte sowie an einer Kiefer angebracht. Da an den Rückseiten der Kästen Leisten mit Vorbohrungen angebracht sind, bin ich letztes Jahr davon ausgegangen, dass Nageln schon die richtige Lösung sein wird – zumal am abgestorbenen Baum und der Hütte nichts kaputt gehen kann. Heute habe ich dann doch mal gesucht, wie Nistkästen richtig aufzuhängen bzw. zu befestigen sind – beim NABU findet sich die Lösung: an einem Drahtbügel, der an der Stelle, die am Ast aufliegt, mit einem Stück Garten- oder Fahrradschlauch umhüllt wird. Wenn dabei der Nistkasten oben etwas übersteht, macht das nichts, Hauptsache es regnet nicht in den Kasten. Dass die Ausrichtung des Fluglochs nach Süden / Südosten erfolgen sollte, wusste ich schon (wobei eins Richtung Norden guckt und trotzdem bebrütet wurde). War jedenfalls sinnvoll, dass ich nochmal nachgeschaut habe. Allerdings habe ich den Eindruck, dass bei richtig starkem Wind die Kästen bei dieser Drahtbefestigung sich doch etwas bewegen könnten. Hoffe, die Vögel störts nicht :-)

Obstbaumschutz und Pflege

Über die Streuobstinitiative gab es wie jeden Herbst gerade wieder die Möglichkeit, Baumschutzmittel sowie Nistkästen zu bestellen. Da die Streuobstinitiative mittlerweile eine Bio-Zertifizierung erhalten hat, unterstelle ich jetzt einmal, dass Raupenleim unbedenklich für Mensch, Tier und Natur ist. Aus der Beschreibung geht leider nicht hervor, welche Stoffe enthalten sind. In der Kombination mit einigen Nistkästen und, so der Tipp eines Kollegen, einem Hornissenkasten sollte es möglich sein, “mein” Apfelwickler-Problem in den Griff zu bekommen. Und Daniel meint, wenn ich im Winter hin und wieder Vogelfutter unter den betroffenen Bäumen anbiete, sollte das ebenfalls helfen. Ja, das wäre schön, wenn auf natürlichem Wege die Raupenschwemme etwas eingedämmt werden könnte. Jedenfalls habe ich jetzt noch fünf Kästen (2 x kleine Öffnungen für Meisen, 2 x größere Öffnungen für Gartenrotschwanz, Kleiber, Trauerschnäpper, Wendehals, Sperling und sogar für Fledermäuse sowie eine Halbhöhle für Rotschwanz und Rotkehlchen) sowie einen Liter Raupenleim bestellt.

Quittengelee und Quittenmarmelade in einem Vorgang

Bisher war ich der Annahme, dass ich aus Quitten entweder Marmelade oder Gelee zubereiten kann – aber eben nicht beides auf einmal. Si001 im Selbstversorgerforum hat mich eines besseren beleert und siehe da, es hat funktioniert und schmeckt. Wenn ich bisher Gelee aus Quitten hergestellt habe, dann habe ich die Früchte immer durch ein Stoff- oder Leinentuch gepresst. War super aufwändig. Den Fruchtrest musste man dann wegwerfen. Bei unten stehendem Rezept spart man sich das Pressen und kann auch die Fruchtstücke noch verwenden. Der Geschmack ist vielleicht nicht ganz so intensiv wie bei meiner Variante, aber das lässt sich vermutlich durch die Wassermenge noch verbessern.

Außerdem hielt ich die Verarbeitung von Quitten bisher für ziemlich arbeitsintensiv und hatte daher nach einfachen und schnellen Verarbeitungsmöglichkeiten gefragt. Heraus kam eben dieses Rezept. Mein zweites Anliegen war, weitere Verwendungsmöglichkeiten zu erfahren. Da scheint es dann tatsächlich nicht mehr all zu viele Möglichkeiten zu geben. Die anderen Selbstversorger nannten mir noch Quittenbrot, Quittenwein, Quittenlikör und Quittenkuchen. Von Quittenkompott wusste ich selbst bereits und entdeckt habe ich noch Kürbis-Quitten-Chutney, dazu in Kürze mehr :-)

Und hier noch das Rezept von si001 aus dem Selbstversorgerforum:


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Gedeckte Apfeltorte

Weil meine Äpfel so lecker sind und ich nur eingeschränkte Aufbewahrungsmöglichkeiten habe, gabs gestern abend wieder 2kg Apfelkompott. Und gleich noch was Neues hinterher: Apfeltorte. Rezept habe ich aus einem Backbuch entnommen, die folgende Anleitung wurde allerdings von mir verfeinert :-)


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Apfelernte II – Apfelwickler

Mir war bekannt, dass man vom Baum gefallene Äpfel schnellstmöglich sammeln und vernichten / weit entfernt entsorgen sollte. Warum genau, wusste ich nicht mehr. Da mir meine bessere Hälfte diese Frage aber stellte, habe ich mich auf Antwortsuche begeben.

Nicht nur Äpfel, auch Birnen und Zwetschgen fallen dann vom Baum, wenn Sie von Schädlingen wie z.B. dem Apfelwickler befallen sind. Der befallene Baum wirft die befallenen Früchte ab, um die Schädlinge los zu werden. Wenn man dann die abgeworfenen Äpfel nicht schnell genug sammelt und entsorgt, wachsen die Larven der Apfelwickler im Apfel weiter, krabbeln zurück zum Baum und überwintern in einem Kokon am Baumstamm. Dann geht das Elend im nächsten Jahr von vorne los: die Schmetterlinge schlüpfen und legen ihre Eier auf junge Früchte.

Hier noch ein schönes Foto – kann mich nicht daran erinnern, diesen Falter schon mal gesehen zu haben….