Archiv der Kategorie ‘Sonstiges‘

Einfälle statt Abfälle

Letztes Jahr habe ich erstmals zwei Büchlein (Hefte) des oben genannten Verlags bestellt. Alle Bücher enthalten sehr präzise Anleitungen rund um das Thema Selbstversorgung. Die Bücher sind zwar nur schwarz-weiß gedruckt, dafür aber auch recht günstig. Kürzlich habe ich mir drei neue Bücher dort bestellt…

Handbuch für Selbstversorger

Es liegt wohl an meiner Erwartungshaltung, doch von diesem Büchlein bin ich etwas enttäuscht. Die Autoren schreiben in der Anleitung gleich, dass sie auf die Punkte der Selbstversorgung eingehen wollen, die in anderen Büchern zum Thema kaum bis gar nicht behandelt wurden. Eigentlich eine gute Idee, doch Wolle spinnen und Kleider nähen habe ich nicht vor – da würde ich in der Postwachstumsökonomie lieber Kleidung ertauschen. Das Buch ist übrigens rund 30 Jahre alt…

Windkraft? Ganz einfach!

Falls es zulässig ist, würde ich auf dem neuen Garten schon gerne eine kleine Hütte bauen. Und da ich autarke (Strom)-Versorgung grundsätzlich erstrebenswert finde, scheinen mir Windräder eine gute Idee :-) Im Buch sind zwei Bastelanleitungen für jedermann, wie man aus relativ günstigen Materialien Windräder bauen kann. Physik war nie meine Lieblingsdisziplin in der Schule, aber das scheint sogar für mich machbar…

Eigene Hühner im eigenen Garten halten

Das Thema Hühner lässt mich einfach nicht los – trotz Vegetarierdasein und Hundehaltung (–> Angst vor Parasitenübertrag). Zum Buch: hervorragend! Die Message: Hühner halten (am Haus) ist unkompliziert, denn es wird quasi seit Jahrtausenden von jedermann nebenbei praktiziert. Und das Wichtigste zum Thema scheint mir auf den 54 Seiten mit klaren, verständlichen Aussagen gesagt zu werden. Hühner artgerecht und natürlich halten hat verdientermaßen auch eine top-Bewertung auf amazon. Der Unterschied der beiden: Eigene Hühner im eigenen Garten halten ist deutlich günstiger, weil weniger umfangreich (Rassenbeschreibungen z.B.), ohne Farbfotos und einfacheres Papier.

PS: Links zu den Büchern sind KEINE Partnerlinks ;-)

Flurbereinigung

Wuschwiese

Da ich ja nach wie vor nur Pächter meines Gartens bin und nie weiß, ob ich auf Wunsch der Eigentümer meinen Garten aufgeben muss, halte ich nach wie vor die Augen nach einem Garten offen. Und trotzdem habe ich kürzlich eine entsprechende Anzeige in der Zeitung über die örtliche Flurbereinigung übersehen – aber zum Glück hat mich ein Imkerkollege darauf aufmerksam gemacht. Und siehe da, nicht weit weg von unserem Garten und sogar noch näher zu unserer Wohnung sind drei Flurstücke im Angebot. Ich hab mir sie angesehen und für ein Flurstück beworben. Ist eine Wiese mit zwei Obstbäumen und an zwei Flurstücksgrenzen gibt es bereits Nachbarzäune. Und das Gefälle ist auch nicht besonders hoch. Und dann ist es auch gemäß Grundbuch etwas größer als mein gepachteter Garten. Perfekt!
Das zuständige Amt hat ein Mindestgebot ausgerufen. Jedoch erhält nicht unbedingt der Höchstbietende den Zuschlag sondern derjenige, für den es am meisten Sinn macht und wovon die Gesellschaft vielleicht auch etwas hat. Da habe ich, glaube ich, ein paar Argumente auf meiner Seite. Mal sehen. Mitte Oktober ist jedenfalls Bewerbungsschluss und Mitte November soll bereits der Übertrag stattgefunden haben.

Grundstückskauf

Überraschenderweise wurde vergangene Woche das westlich angrenzende, ziemlich verwilderte Grundstück gemäht und ein “zu verkaufen”-Schild an dessen Tor angebracht. Da ich ja nach wie vor nur Pächter meines Gartens bin, komme ich da schon ins Grübeln… Dieses Grundstück ist mit einigen Obstbäumen, einer Hütte in gutem Zustand (ich glaube, darin könnte man gut übernachten) und einem Teich bebaut, außerdem ringsum eingezäunt.

Angenommen, ich kaufe dieses Grundstück, wären die bisher eingesetzten Materialien in meinem Garten recht schnell auf dieses Grundstück gebracht, falls ich mal überraschend die Pacht aufgeben müsste. Außerdem wäre dort endlich eine Schlafmöglichkeit vorhanden und die Hühnerhaltung wäre auch gut möglich :-)

Andererseits habe ich keine Lust 15.000,- EUR zu investieren. Diesen Betrag stellt dich der Verkäufer vor, 10.000,- erscheinen mir ortsüblich für die rund 1.100qm. Und dann ist da noch die ungeklärte berufliche Situation meiner besseren Hälfte… wer weiß, wo es uns im September hin verschlägt. Wobei der Wunsch vorhanden ist, hier bleiben zu können.


Gartenhütte Blick nach Osten, also zu mir :-) zu verkaufen

Aldi bittet mich (!) um Feedback und schickt mir Proben zu

Ich habe noch nicht in der Gemüsegarten-Blogosphäre nachgesehen, vermute aber mal, dass ich nicht der einzige Gartenblogger bin, der heute ein Päckchen mit Saatgut (oder anderen Probierpackungen?) aus Wien erhält. Wien? Ja, Wien. Ich wohne bei Karlsruhe, also in Deutschland, aber ich vermute, dass das Aldi Österreich/Hofer bzw. der Marke “zurück zum Ursprung” egal ist, schließlich lesen mich laut Blogstatistik auch zahlreiche Garteninteressierte in Österreich – hauptsache, ich schreibe etwas… Beim Blick auf den Poststempel dachte ich zuerst, ob mich jetzt vielleicht tatsächlich Margit, Henry oder Michael&Lisa mit Post überraschen – okay, das ist jetzt vielleicht weit hergeholt, aber ich kenne sonst niemanden aus Österreich.


Zurück zum Päckchen: “zurück zum Ursprung” hat mir also Hokaido, Paprika und Eissalat-Saatgut geschickt. Das freut mich wirklich, Saatgut kann man immer gebrauchen und dann soll das ja auch noch Bio und Genfrei sein. Um so besser. Wie gut das Saatgut wirklich ist, kann ich jetzt natürlich noch nicht beurteilen. Aber die Aufforderung auf der Päckchen-Rückseite “100% Transparenz. 100% Qualität. Prüf nach!” nehme ich jetzt mal wörtlich und recherchiere etwas im Web….


Den Rest lesen…

Gartentelegramm (14)

Über zahlreiche Links habe ich kürzlich zu “Einfälle statt Abfälle” gefunden. Christian Kuhtz veröffentlicht unter diesem Namen zahlreiche Hefte mit Tipps zur Selbstversorgung. Ich habe mir zwei Hefte zur Nutzung von Sonnenenergie (ich denke an einen Solardörrer/ULOG-Trockner) bestellt. Die Veröffentlichung liegt zwar schon ein paar Jahre zurück, trotzdem sind die Anleitungen noch immer aktuell, sehr detailliert und haben definitiv ihre Berechtigung +++ ein Ein-Mann-Bio-Gemüsehändler und -Erzeuger meiner Heimatstadt hat sich bereit erklärt, dass er mich unterrichtet und ich ihn im Gegenzug bei seiner Feldarbeit unterstütze. Quasi learning by doing. Im Frühling solls losgehen. Ich freue mich. Die Suche nach Kursen/Seminaren in Richtung Gemüseanbau in meiner Region war nämlich ausgesprochen schwierig und ein anderer Bauer hatte meine Anfrage abgelehnt +++ mein Tomatendach bzw. sein Gefälle ist eine optische Täuschung – daher habe ich jetzt das Gefälle der Regenrinnen mittig angebracht und lasse dort das Wasser vorläufig in eine Tonne fließen. +++ es gibt mehr als genug Argumente für den eigenen Gemüseanbau, hier noch eins von Spiegel Online +++ strahlender Sonnenschein, zweistellige Temperaturen – auch heute war wieder perfektes Wetter für den Obstbaumschnitt. Was man dabei beachten soll, habe ich hier schon einmal beschrieben

Auf 300qm Gemüseland den Bedarf eines Haushalts ziehen

Ich habe mir kürzlich dieses 1904 erschienene Buch gekauft, das bei Veröffentlichung all denen gewidmet war, “denen die Bewirtschaftung des Gartens auch eine wesentliche Einsparung der Haushaltskosten bringen soll.“. Beruhigend finde ich, dass der Auto in der Anleitung bereits schreibt, “dass es keineswegs eine so einfache Sache ist, einen Betriebs- und Bewirtschaftungsplan aufzustellen, der alle solche Punkte (Fruchtwechsel, Düngung etc.), deren es noch weitere in großer Menge gibt, berücksichtigt. Es gehört dazu die ganze praktische Erfahrung eines tüchtigen Gärtners. Da nun die wenigsten unter den Lesern dieses Büchleins neben den hohen Anforderungen ihres Berufes sich so eingehend mit der Gärtnerei haben beschäftigen können, um aus ihren eigenen Kenntnissen einen derartigen Plan aufzustellen, so habe ich ihnen diese Arbeit abgenommen.“.

Bemerkenswert finde ich auch diese Aussage im Jahr 1904 (!): Der gewerbsmäßige Gemüseanbau ist eines der mühsamsten Geschäfte, weil eines der unlohnendsten, die es gibt. Beim Kleingärtner liegen die Dinge insofern anders, als die Arbeit im einzelnen, also in bar, nicht gerechnet wird, von begeisterten Gartenfreunden sogar als gesundheitsförderndes Vergnügen aufgefasst wird. Trotzdem muss auch von ihm gerechnet werden, sollen nicht die Aufwendungen größer sein als der Wert der Erzeugnisse. Es kann deshalb nicht dringend genug empfohlen werden, dass sich jeder Kleingärtner eine Buchführung anlegt, in welcher er die baren Aufwendungen dem Wert der erzielten Gartenfrüchte gegenüberstellt.

Im 170-Seiten-Werk gibt Janson, der Gartenbaudirektor in Eisenach war, zu allem möglichen seine Tipps – ähnlich wie Seymour. Ich habe nachfolgend zusammengetragen, was mir beim ersten Lesen sofort aufgefallen ist:


Den Rest lesen…