Sonntag, 02. Januar 2011 | Kommentare deaktiviert
Und noch eine Buchvorstellung: Margit Rusch aus Dornbirn hat kürzlich ein nettes Buch im gut sortierten Ökobuch-Verlag mit 94 Seiten über Permakultur herausgebracht, das sich, anders als Sepp Holzers Permakultur eher an den Hobbygärtner statt an den Landwirt richtet. Sie stellt darin viele Projekte wie Ihr kombiniertes Hühner-/Gewächshaus, Ihr Kraterbeet oder Ihren überdachten Lehmofen vor, bietet also zahlreiche Anregungen.
Ihr Wissen, teils autodidaktisch teils durch Hospitieren bei Joe Pollaischer in Neuseeland angeeignet, gibt sie auch in regelmäßig stattfindenden Kursen an Interessierte weiter. Schade, dass ich so weit entfernt wohne, denn ich glaube mittlerweile, dass mir eine Art Ausbildung in Form von Praktika oder Kursen gut tun würde. Klar, ich habe mir schon vieles selbst beibringen können, aber ich habe immer häufiger den Eindruck, so unheimlich vieles nicht zu wissen. Das ist so ein Ziel/Wunsch/Vorsatz für 2011, mich nach Fortbildungsmöglichkeiten umzusehen und diese auch durchzuführen.
Samstag, 01. Januar 2011 | Kommentare deaktiviert
An der Höhe und der Häufigkeit des Rasenschnitts lässt sich viel über die geistige und kulturelle Verfassung einer Gesellschaft ablesen. Je kürzer, je häufiger, desto naturfeindlicher.
Reichtum ernten – so lautet der Buchttitel des Buchs, das ich in einem örtlichen Garten- und Dekosupermarkt entdeckt habe. Der Titel klang für mich zunächst nach quantitativer Ertragssteigerung, weckte aber auf jeden Fall mein Interesse. Weit gefehlt. Mit diesem Buch wollen die Autoren auf den Verlust vieler Gemüsesorten in den letzten 100 Jahren, auf die vielen Organisationen (z. B. den VEN), die alte Sorten erhalten und auf die Gefahren genmanipulierter Sorten hinweisen. Sie stellen außerdem zahlreiche alte, kaum noch bekannte Gemüsesorten, z. B. Winterheckenzwiebeln, Cardy oder Haferwurzeln, und auch viele (ehrenamtliche) Bewahrer alter Sorten persönlich vor, z. B. Klaus Lang. Dass dabei die Gesellschafter des Dreschflegel in Deutschland eine wichtige Rolle spielen, wusste ich nicht. Da habe ich offensichtlich seit meinem Start als Hobbygärtner eine gute Wahl getroffen, da ich kürzlich zum dritten Mal bei Dreschflegel Saatgut bestellt habe.
Interessant fand ich auch, dass detailliert am Beispiel von Tomaten beschrieben wird, wie die Profis von Dreschflegel & Co. Saatgut gewinnen: erste, überreife Früchte ernten, Samen herausdrücken, alle Samen in Wasser geben, drei Tage gären lassen. Die keimfähigen Samen sinken nach ca. drei Tagen nach unten, der Glibber kann oben abgeseit werden. Gesammelte Samen in einem Sieb waschen und auf Zeitungspapier trocknen. Kühl und trocken in einem geschlossenen, luftdichten Glas lagern.
Für Gemüseanbauer mit Interesse an alten Sorten, altem Wissen und Vielfalt im Garten ist das Buch eine nette Anschaffung, auch wenn es auf 137 Seiten zwangsläufig noch relativ oberflächlich ist. Es gibt aber sehr gute, erste Einblicke in die Welt der Sortenbewahrer. Neu ca. 20 EUR, als Mängelexemplar für 13,- inkl. Versand gefunden.
Montag, 27. Dezember 2010 | Kommentare deaktiviert

Noch 100 Meter bis zu unserem Garten… aber außer Vogelfutter verteilen, Kompost ausleeren und Feldsalat ausbuddeln ist seit Wochen nicht wirklich viel zu tun und folglich auch wenig zu berichten. Außerdem verspürte ich auch diesen Herbst wieder das Bedürfnis, ein paar Wochen Abstand zum Garten zu haben. Ich glaube aber, schon jetzt wieder ein leichtes Kribbeln aus Vorfreude auf die neue Saison wahrzunehmen :-)
Jedenfals gibts mich und diese Seite noch und es wird bald auch wieder mehr zu lesen geben. Den zufälligen Besuchern danke fürs Vorbeischauen – den regelmäßigen Lesern wünsche ich ein fantastisches Gartenjahr 2011!
Montag, 15. November 2010 |
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Ich hatte oben genannten Buchtitel schon länger auf meiner Wunschliste von amazon. Als ich meine Wunschliste aktualisierte, entdeckte ich bei den Bewertungen des Buchs den Hinweis, dass es das Buch mittlerweile auch kostenlos im pdf-format gibt. Stimmt. Und nachdem ich das Buch innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe, muss ich sagen, dass Schönauer auch nach meinem Ermessen mit seinen Ansichten aus den Achtzigern auch heute noch mehrheitlich richtig liegt. Aussteigen funktioniert seiner Ansicht nach dann, wenn man ausreichend Startkapital zur Verfügung hat, sparsam ist und sich idealerweise offiziell als Landwirt betätigt/registriert (diverse steuerliche, sozialversicherungstechnische und rechtliche Gründe). Ich würde nach Lesen von Anne Donaths Buch noch ergänzen, dass es auch ein sporadisch ausgeübter, sozialversicherungspflichtiger Job auch tun sollte. Jedenfalls war ich sehr begeistert von diesem Büchlein, es macht Mut, dieses Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.
Beim googeln nach Schönauer, seinem Leben und weiteren Werken bin ich auf einige weitere Interessante Seiten gestoßen: hier berichtet ein Fan von einem Treffen mit Schönauer und davon, dass Schönauer einen Verleger eines aktuellen Werkes sucht. Ebenfalls getroffen hat Felix vom Wesemichhof den Schönauer. Er lebte also zumindest vor einigen Monaten offensichtlich noch. Autarkes-leben.de ist eine Alternative zum Selbstversorgerforum, nur leider bei weitem nicht so übersichtlich und weniger stark frequentiert. Eine stattliche Linksammlung zum Thema Autarkie bietet Frank Eckhardt an.
Dass der eigene Gemüseanbau weiterhin trendy ist, hatte ich erst kürzlich wieder festgestellt: Landlust hat eine höhere Auflage als Focus und dann gibts jetzt auch eine Fernsehreihe auf Sat1 zum Thema.
Dienstag, 02. November 2010 |
2 Kommentare
Sie sagt selbst, sie mache das nicht um rebellisch zu sein. Wie das so ist, die Medien haben trotzdem einen etwas reißerischen Titel daraus gemacht. Der Film handelt von der Schreinerin Lea Hinze, die Felder von Gen-Weizen befreit hat und in einer Lebensgemeinschaft lebt. Das Filmchen dauert nicht lange und gibt daher sicherlich nur einen sehr oberflächlichen Einblick in die Antigen-Szene und das Leben in Lebensgemeinschaften. Ich fand es trotzdem interessant :-)
Film läuft heute im ZDF und ist eine Woche lang in der Mediathek des ZDF online erreichbar.
Samstag, 16. Oktober 2010 | Kommentare deaktiviert
Wieso haben wir ausgerechnet für heute Lisas Kusinen zum Stockbrot machen im Garten eingeladen?! Zwei Wochen fast nur Sonnenschein oder zumindest trocken – und heute?! War ja klar… +++ Habe heute sechs reife Hokaido mit knapp 5kg geerntet. Immerhin! Und auch die Feuerbohnen habe ich geerntet. Wurden leider nur 850g Bohnenkerne +++ wer nochmal vor Augen geführt bekommen will, wieso er besser nicht bei Mc & Co. essen sollte, schaut sich mal Sally Davies Experiment an +++ Noch ein Buchtipp: Schafmarie von Christian Signol erzählt ziemlich intensiv vom einfachen Leben in den französischen Bergen in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Für Kleinstädter wie mich klingt das paradiesisch, auch wenn es sicherlich anstrengender war, als es beschrieben wird. Ähnlich wie bei Anne Donaths Buch wird auch hier sehr gut verdeutlicht, wie wenig man doch eigentlich braucht, um glücklich zu sein. Partnerlink.
