Samstag, 16. April 2011 | Kommentare deaktiviert
Heute war es endlich soweit: meine erste Hospitation bei einem Imker. Vater, Sohn und ich waren rund 4 Stunden bei den 11 Völkern im Einsatz, ernteten Honig, setzen Rähmchen um, entfernten Drohnen-Brut und sahen einfach nach der Entwicklung. Vater & Sohn waren sichtlich zufrieden. Im Laufe der Stunden ergab es sich einfach, dass ich auch von meinem Vorhaben (Warré…) und meiner Motivation sprechen musste. Ich bin froh, dass ich an zwei naturliebende und Neuem aufgeschlossene Imker geraten bin, die mich nicht gleich belächelten nur weil ich etwas anderes vor habe. Vater ist Nabu-Mitglied und wie ich in der örtlichen Streuobstinitiative aktiv. Da ist doch schonmal eine ganze Menge Deckungsgleichheit vorhanden.

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Samstag, 05. März 2011 | Kommentare deaktiviert
Ich gebe zu, es ist etwas verrückt und widerspricht meiner sonst sparsamen Lebensweise, aber ich habe es trotzdem getan bzw. mir gegönnt: ich bin heute 750 Kilometer gefahren, um mich mit einigen Gleichgesinnten aus dem Selbstversorgerforum in Kerken zu treffen und einem klasse Vortrag (Danke!) von Bernhard zum Thema Warré zu lauschen. Die Mehrheit hat anschließend noch jeweils eine Warré-Beute gebaut, ich wollte mir das zunächst sparen, da ich ja schon letztes Jahr eine gebaut habe und bisher keine Bienen habe. Einige der anderen Forenmitglieder sind sogar noch verrückter wie ich (im positiven Sinne) und haben noch weitere Anfahrten auf sich genommen. Zu meiner Freude sprach Bernhard geringfügig länger als die angekündigte halbe Stunde, sodass ich neben dem Kennenlernen und Bernhards Vortrag auch ohne Beutenbau viel Positives mitnehmen konnte. Mal sehen, vielleicht fasse ich kurzfristig aus dem Gedächtnis (Filmen hat in der Dunkelheit nicht geklappt) den Vortrag an dieser Stelle mal zusammen. Mir hats Spaß gemacht, dabei zu sein und einige symphatische SelbstversorgerInnen kennenzulernen. Vielen Dank an Sacha für die Gastfreundschaft im Hilshof auch an dieser Stelle!

Noch zwei neue Links als Nachtrag zu meinen letztjährigen Artikeln zum Thema: mittlerweile gibts ein schönes, deutschsprachiges Buch zum Imkern nach Warré auch bei Mandy Fritzsche für 18,50 EUR zu kaufen und Bernhard betreibt auch ein Forum zum Thema Imkern nach Warré auf immenfreunde.de.
Montag, 10. Januar 2011 |
3 Kommentare
Aus bekanntem Anlass habe ich heute ein Bio-Ei aus dem Kühlschrank genommen und mittels einer Seite zur Rückverfolgung nachgesehen, woher das Ei genau kommt. Auf der Verpackung sind u. a. der Markenname (Königshofer), das Naturland-Siegel sowie das europäische Bio-Siegel zu sehen. Die Rückverfolgungsseite verweist auf die “Erlenhof GbR Häge” in Hüttenrode – Sachsen-Anhalt. Das sind stolze 450 km bis zu mir! Informationen über diesen Betrieb fand ich kaum im Internet, von einer Homepage ganz zu schweigen. Brauchen die das nicht oder legen die keinen wert auf Transparenz? Das Luftbild jedenfalls ließ mich aufgrund der jeweils rund 1.000 qm großen Überdachungen etwas nervös werden, am “huhngerechten Leben” (Zitat Königshofer) bekam ich so meine Zweifel. Also habe ich bei Naturland in deren Richtlinien nachgelesen. Demnach ist ein überdachter Außenklimabereich vorgeschrieben – unüberdacht gibts nicht. Okay, dann passt die Vogelperspektive immerhin zu den Richtlinien. Obwohl ich Tiere essen gelesen habe, hatte ich noch immer ein lieblicheres/romatischeres Bild beim Gedanke an BIO-Eiern vor meinem geistigen Auge. Das kann ich in Anbetracht der geschätzten rund 30.000 Hühner (5 Ställe á 1.000qm x 6 Hühner) dann wohl knicken. Wenn selbst Bio-Erzeuger in solchen Dimensionen arbeiten, was ist dann die Alternative? Gar keine Eier mehr? Eier vom Bauern, von dem man glaubt, zu wissen, wie er seine Hühner hält? Der wäre dann aber erst mal zu finden! Oder selbst Hühner halten wie z. B. Ralf? Aber das bringt ja wieder ganz andere Probleme mit sich…
Schwierige Frage!
Ich möchte mit diesem Artikel und seinen vielen Links einfach mal zum Nachdenken anregen und zum Schluß noch auf eine Kampagne von campact hinweisen:


Samstag, 13. November 2010 | Kommentare deaktiviert
Es gibt zum Glück auch jetzt immer irgendwas zu tun… Von meiner Streuobstinitiative wurden mir die bestellten Nistkästen sowie Baumleim geliefert. Dieser Baumleim hat keine Nebenwirkungen und kann direkt auf den Stamm gestrichen werden. Ob ich mit dem Sammeln der befallenen Äpfel und diesem Einstreichen der Stämme mein Apfelwicklerproblem bereits nächstes Jahr in den Griff bekomme? Das Streichen der Stämme ist bei den aktuellen Windverhältnissen gar nicht so einfach, zieht der Leim doch manchmal ganz dünne Fäden und wird dann schnell davon geweht. Naja, irgendwie hats dann doch geklappt. Bei einem Blick in Nachbars Apfelgarten frage ich mich allerdings, ob der Leim wirklich so sinnvoll ist, sterben dadurch doch auch zahlreiche nützliche Insekten. Hmmm….
Die bestehenden Kästen hatte ich an einem abgestorbenen Baum, einer Materialhütte sowie an einer Kiefer angebracht. Da an den Rückseiten der Kästen Leisten mit Vorbohrungen angebracht sind, bin ich letztes Jahr davon ausgegangen, dass Nageln schon die richtige Lösung sein wird – zumal am abgestorbenen Baum und der Hütte nichts kaputt gehen kann. Heute habe ich dann doch mal gesucht, wie Nistkästen richtig aufzuhängen bzw. zu befestigen sind – beim NABU findet sich die Lösung: an einem Drahtbügel, der an der Stelle, die am Ast aufliegt, mit einem Stück Garten- oder Fahrradschlauch umhüllt wird. Wenn dabei der Nistkasten oben etwas übersteht, macht das nichts, Hauptsache es regnet nicht in den Kasten. Dass die Ausrichtung des Fluglochs nach Süden / Südosten erfolgen sollte, wusste ich schon (wobei eins Richtung Norden guckt und trotzdem bebrütet wurde). War jedenfalls sinnvoll, dass ich nochmal nachgeschaut habe. Allerdings habe ich den Eindruck, dass bei richtig starkem Wind die Kästen bei dieser Drahtbefestigung sich doch etwas bewegen könnten. Hoffe, die Vögel störts nicht :-)

Freitag, 05. November 2010 | Kommentare deaktiviert
Von Gnadenhöfen, auch in unserer Gegend, habe ich schon gehört. Aber von Bauern, die ihre ursprüngliche Tätigkeit zum Wohle der Tiere aufgeben? Das ist mir neu, aber Realität an der Nordsee im “Kuhaltersheim”, der Stiftung für Tierschutz. Bauer Jan betreibt auch einen Blog (den ich gleich mal in der Blogroll einfüge) mit immer wieder ergreifenden Beiträgen. Aufmerksam wurde ich aufs Kuhaltersheim aufgrund eines Artikels im Spiegel. Und umgekehrt habe ich durch den Kuhaltersheimblog nochmal zu einem Spiegel-Artikel über Foers Buch “Tiere essen” gefunden… So Schließt sich der Kreis :-)
Achja, heute gabs zum ersten Mal zwei leckere Gerichte aus meinem neuen Kochbuch “Vegetarian Basics” von GU – sehr empfehlenswert! Salat aus gebratenen Kürbisstückchen mit Rucola, Orangen und getrockneten Tomaten und dazu noch mehr gebratenen Kürbis mit gebratenen Austernpilzen. Beides lecker, aber der Salat war grandios! Rezept folgt vielleicht mal noch siehe unten. Immerhin weiß ich jetzt, dass meine Muskatkürbisse reif sind. Juhu!
Soviel für heute zum Thema “Anständig essen – Lebt es noch oder isst du es schon” – aus meinem Garten gibt es gerade ja nichts besonderes zu berichten :-(

Und hier gehts zum Rezept für Kürbissalat mit Orangen:
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Dienstag, 02. November 2010 |
2 Kommentare
Sie sagt selbst, sie mache das nicht um rebellisch zu sein. Wie das so ist, die Medien haben trotzdem einen etwas reißerischen Titel daraus gemacht. Der Film handelt von der Schreinerin Lea Hinze, die Felder von Gen-Weizen befreit hat und in einer Lebensgemeinschaft lebt. Das Filmchen dauert nicht lange und gibt daher sicherlich nur einen sehr oberflächlichen Einblick in die Antigen-Szene und das Leben in Lebensgemeinschaften. Ich fand es trotzdem interessant :-)
Film läuft heute im ZDF und ist eine Woche lang in der Mediathek des ZDF online erreichbar.