Im Land der Feigen und Esskastanien

Derzeit bin ich im Urlaub am Comer See und erhole mich von den letzten stressigen Monaten. Dabei sammle ich Impressionen aus den Gemüsegärten Italiens. Klar, das Klima in Menaggio ist nicht vergleichbar mit dem in Nordbaden, aber wer weiß, was es alles zu entdecken gibt?

Wir haben heute eine rund 7-stündige Wanderung von Menaggio auf den Monte Grona hinter uns gebracht. Der Anfang des Weges war doch ziemlich unschön, da er an der Straße verläuft, dafür gab es aber immerhin zahlreiche italienische Gärten zu inspizieren und die ein oder andere supersüße Feige zu naschen…

Zu den Gärten: hier häufelt man Kohlrabi zu meiner Überraschung an (Schneckenschutz?) und Stangenbohnen scheinen immer den gleichen Platz zu bekommen, da die Stahl-Gerüste so aussehen, als wäre der für sie gewählte Standort dauerhaft. Auch Peperoni bzw. Paprika werden an Stangen wachsen gelassen. Was mich auch überraschte: trotz des milden Klimas werden Steinhänge gerne als Sonnenfallen genutzt. Wärmer gehts dann ja wohl kaum noch! Außerdem zäunen viele Gärtner ihren Garten vollständig ein, dazu auch ein lustiges Foto vom vermutlich kleinsten Garten am Comer See: vielleicht 2 qm mit drei ärmlichen Tomaten – komplett eingezäunt! Wovor sie wohl Angst haben? Auch überdachen viele ihre Gärten mit Netzen. Vogelmassen waren für mich aber keine erkennbar. Bleiben vorläufig noch die Feigenbäume zu erwähnen. Ich weiß nicht, ob die mit Absicht kultiviert werden. Falls ja, wird ihnen anscheinend immer der unbequemste Platz an einer Mauer oder zwischen Felsen zugewiesen. Scheint ihnen aber zu gefallen. Also den Feigen, nicht den Italienern :-)

 
 
1 Kommentar. Hinterlasse einen Kommentar oder setze einen Trackback.
  1. #1 • angora hat am 02.09.2010 gesagt:
     

    Wo es den Feigen gefällt, da wachsen sie wie Unkraut. Das betrifft sowohl die Standortwahl (in Felsnischen, zwischen Trittplatten… wo die Vögel den Samen halt hingebracht haben) als auch den jährlichen Grünmassezuwachs. :-)
    Noch schöne Rest-Ferien!