Natürlicher Dünger: Brennesseljauche

Brennessel

Ich habe schon oft gehört, dass Brennesseljauche ein prima Bio-Dünger sein soll und auch Blattläuse vertreiben soll. Das wars auch schon mit meinen rudimentären Grundkenntnissen. Ein Blick ins Buch “Der Biogarten” ist daher hilfreich. Hier meine Zusammenfassung:

  • frischer Brennesselschnitt von Pflanzen, die noch nicht samentragend sind
  • Holz-, Ton- oder Kunsstofffass – kein Metall
  • leere Tonne mit klein geschnittenen Brennesseln füllen und anschließend Regenwasser dazu geben
  • an sonnigem Platz gären lassen
  • mindestens einmal täglich für die Sauerstoffzufuhr umrühren
  • die Jauche ist fertig, wenn sie eine dunkle Farbe angenommen hat und nicht mehr schäumt, das dauert ca. 10 bis 20 Tage
  • vor der Verwendung im Verhältnis 1:10 verdünnen
  • die Jauche hält sich die Saison über, Ansatz von einem großen Fass voll macht also durchaus Sinn

Vorteile der Brennesseljauche: ausgleichende und heilende Wirkung, fördert das Pflanzenwachstum und Regenwürmer lieben damit gedüngten Boden

 
 
6 Kommentare. Hinterlasse einen Kommentar oder setze einen Trackback.
  1. #1 • Ralf hat am 04.05.2009 gesagt:
     

    Hmm, ich hab das nun auch schon öfter mal gelesen und ich weiß leider immer noch nicht so genau, ob “jeder” von dem anderen abschreibt, oder ob wirklich was dran ist.

    Was sind denn deine eigenen Erfahrungen dazu?

  2. #2 • Daniel hat am 04.05.2009 gesagt:
     

    meinen eltern wurde es von einer sehr alten freundin empfohlen. die alte freundin war die klassische dorfbewohnerin, die beide kriege miterlebt hat und möglichst alles selbst angebaut hat. die hat uns die brennesseljauche immer als allzweckwaffe empfohlen, sogar gegen blattläuse. ich muss zugeben, ich kann mich nicht mehr daran erinnern, ob es etwas gebracht hat oder nicht. ich will es, da günstig und einfach, aber definitiv versuchen. dafür muss es JETZT allerdings endlich mal wieder regnen… mein wasser ist alle :-(

  3. #3 • Melanie hat am 04.05.2009 gesagt:
     

    Hallo Daniel, Hallo Ralf,
    ich kann euch die Brennesseljauche nur sehr empfehlen! Letztes Jahr hab ich dass das erste Mal ausprobiert und bin begeistert. Die Tomaten sind enorm gewachsen nach der ersten Anwendung und sind viel kräftiger geworden als die Pflanzen ohne Brennesseljauche.
    Das einzig negative ist halt der Geruch… beim umrühren muß man die Luft anhalten, aber es hilft!
    Grüßle, Melanie

  4. #4 • Ralf hat am 05.05.2009 gesagt:
     

    Da ich Fukuokas Thesen der Nichts-Tun-Landwirtschaft liebe, also kurz gesagt was kann ich alles unterlassen… noch ein kleiner Tipp:

    Das kleinschneiden kannst man sich auch sparen. Nach ein paar Tagen lösen sich die Pflanzenteile der Brennessel bis auf die Stängel ziemlich auf. Nur das Umrühren wird dann etwas mühsamer, aber ich empfinde das Kleinschneiden als aufwendiger. Muss man halt selber entscheiden.

    Bin mir auch nicht sicher, ob das so gut ist Monate alte Brühe zu verwenden. Ich würde sie lieber häufiger ansetzen. Damit hab ich ein besseres Gefühl.

    Dann geh ich nachher mal in den Garten und setze ein wenig von der leckeren Brühe an ;)

  5. #5 • Daniel hat am 05.05.2009 gesagt:
     

    von fukuoka habe ich schon einiges gehört, aber ich kenne ihn nicht wirklich. sollte ich vielleicht mal ändern. grüße

  6. #6 • Ralf hat am 06.05.2009 gesagt:
     

    ich hab zumindest einiges zusammengefasst. Einfach mal auf http://kleinsthof.de/Biogarten/Fukuoka.php ein wenig stöbern :)

    Liebe Grüße