Regenrinne für Tomatenhaus

Ich habe mir 2010 ein ca. 7m x 1,40m großes Tomatendach gebaut, an dem die Seiten mit Folie umspannt sind – lediglich die Nordseite ist offen. Das führt dazu, dass ich die Tomaten darin gießen muss. Okay, das ist nicht weiter tragisch und war mir von Anfang an klar. Aber diesen Winter erst wurde mir bewusst, dass der Boden völlig austrocknet, da ich ja nur gieße, wenn Tomaten drin sind.

Jetzt frage ich mich, welche Auswirkungen es hat, wenn ich den Boden von Oktober bis Mai nicht bewässere, also quasi austrocknen lasse?

Beim Bau 2010 habe ich eine Dachrinne aus Kostengründen (Rinne + Befestigung + Fallrohre = ca. 50 EUR) nicht angebracht. Das will ich jetzt nachholen. Dabei stellen sich mir zwei weitere Fragen:

  • ist es cleverer, den Regen mit Rohren direkt auf den Boden innerhalb des Tomatenhauses zu leiten oder besser in einer Tonne neben dem Tomatenhaus zu sammeln? Dann müsste ich je nach Antwort aber weiterhin auch im Winter gießen.
  • sollte ich die Rohre/Rinnen vielleicht flexibel gestalten, d. h. im Winter direkt auf den Boden leiten, im Sommer lieber sammeln und weiterhin “kontrolliert” gießen?

Ich habe die letzten Wochen auf einschlägigen Internetseiten nach günstigen (gebrauchten) Rinnen gesucht. Fehlanzeige. So etwas verkauft wohl niemand, weil es niemand gebraucht hergeben muss bzw. sich ein Verkauf kaum lohnt. Ein Freund gab mir jedoch einen Tipp: auf einer städtischen Grünfläche liegt seit Monaten eine Rinne herum, die könnte ich ja einfach holen. Gesagt, getan – auch wenn sofort klar war, dass die Länge für mein Tomatenhaus nicht ausreichen würde. Also habe ich jetzt doch rund 50,- EUR beim Baumarkt in Rinnen und Halterung investiert. Bleibt die Frage, ob ich das Wasser sammle oder direkt auf den Boden des Tomatenhauses leite…

 
 
2 Kommentare. Hinterlasse einen Kommentar oder setze einen Trackback.
  1. #1 • Mario hat am 11.01.2011 gesagt:
     

    Moin Daniel,

    mein Tomatendach ist zwar nicht ganz so groß, aber ähnlich aufgebaut. Und ich fand’s auch immer schade, dass das Regenwasser irgendwo versickert.
    Seit letztem Frühjahr sammle ich das Wasser in einem IBC 1000l-Tank. Daran hängt ein 20 m langer Tropfschlauch, der in der Erde verlegt ist und die Tomaten direkt bewässert. Bei Bedarf öffne ich den Schlauch für eine Stunde. Mit einem gefüllten Tank komme ich so gut über einen Monat.

    Mir und meinen Tomaten gefiel das im letzten Sommer sehr gut …

    Viele Grüße aus Hannover

  2. #2 • Daniel hat am 11.01.2011 gesagt:
     

    das ist eine sehr gute Lösung! Ich wollte zwar nicht noch ein IBC-Tank in meinen Garten stellen… aber ich muss mal drüber nachdenken.

    Vielen Dank für den guten Tipp!