Überraschung: Bienen wirken recht fit

Wenn ich die letzten Monate bei Bienenständen in der Umgebung vorbeigeschaut habe, so waren dort bei schönem Wetter immer ein paar wenige Bienen am Ein- und Ausfliegen. Bei meinen beiden Völkern war der Flugverkehr jedoch völlig eingestellt. Aufgrund der kalten Temperaturen wollte ich die Beuten auch nicht öffnen und nachsehen. Umso größer war die Überraschung als gestern bei sonnigen 12° C plötzlich ziemlich viele Bienen vorm Flugloch saßen. Damit habe ich schon fast nicht mehr gerechnet. Ich befürchtete, beide Völker wären der Varroa oder etwas anderem zum Opfer gefallen. Es gab zwar schon mehrere schöne Tage in diesem Jahr, doch da waren meine Bienen bisher nicht aktiv. Wirklich schöne Überraschung. Das Bienenstudium kann also weitergehen – ich freu mich!

Flugbetrieb

Bienen – wie gehts weiter?

So manches ist mir noch nicht wirklich klar, hinzu kamen Fragen meines Imkervaters sowie Schwarmfängers, die ich nur ansatzweise beantworten konnte, daher habe ich in erster Linie für mich die derzeit wichtigsten Fragen und Antworten zusammengetragen.

Wasserträger

Kann ich die Beuten wirklich einfach in Ruhe lassen und muss nichts tun?

Klares “ja”! Ich habe mich vorsorglich auch im Warré-Forum vergewissert. Am Eintrag von Pollen und ordentlichem Flugverkehr ist die gute Gesundheit des Volkes offensichtlich erkennbar. Haken drunter, beides ist bei mir der Fall. Ab Sommeranfang (kalendarisch – nicht von den Temperaturen her…) muss ich allerdings auf Räuberei achten, das heisst ggfs. mit einem Fluglochkeil das Flugloch verkleinern. Und dann ist irgendwann eben noch gegen Varroa zu behandeln, lt. Bernhards Ausführungen zumindest im ersten Jahr. Ansonsten kann ich die Bienen ganz entspannt machen lassen und sie dabei beobachten. Wirklich, es ist einfach faszinierend!


Den Rest lesen…

Bienen-Blogs

Meine beiden Bienenvölker sind wahnsinnig fleißig. Erst jetzt nach täglichem, fasziniertem Beobachten kann ich die bekannte Redewendung von der fleißigen Biene wirklich nachvollziehen. Auch ich sollte wohl etwas fleißiger sein und mehr zum Thema lesen… Nachfolgend einige Seiten zum Thema Bienen, deren Besuch sich lohnt:

Imkerblog +++ über die Bienenkiste +++ der Alnatura-Bienen-Blog +++ Apis Mellifera – Blog +++ bee-thinking (engl.) +++ David Heaf´s Warré-Seite (engl.) +++ The Bee Space (engl.) +++ Imkerforum zum Thema naturnahe Bienenhaltung +++ Einführung im Selbstversorgerforum zum Thema Warré +++ der Stadtimker

Gartentelegramm (22)

Unsere 3.000 Liter gesammeltes Regenwasser sind leer – trotz sparsamen Verbrauchs. Jetzt fahren wir eben in 50 Liter Fässern hin und wieder Brunnenwasser aus Schwiegermutters Garten zu uns. So weit zum “schönen Wetter” unserer Radiomoderatoren, die mir tierisch auf den Keks gehen. Essen kommt ja aus der Tiefkühltruhe und dem Supermarktregal… +++ ein Freund hat uns einige Erdkröten-Kaulquappen (sagt man so bei Kröten?) für unseren Teich besorgt. Danke! Auf erfolgreiche Schneckenjagd! +++ der Wasserpsiegel im Teich sinkt auch zusehends. Den Bienen scheints zu gefallen, denn sie kommen so noch leichter an Wasser. +++ weil nicht alle unserer vorgezogenen Kürbissetzlinge etwas wurden (ich habe unterirdische Ameisen unter Verdacht), gehen wir nochmal wie letztes Jahr vor und ziehen einige Kürbisse zusätzlich ohne Glasdach, aber in Töpfchen auf der Terrasse vor. Das hat letztes Jahr (“Jahr der Schnecke”) gut funktioniert +++ rund 25kg süße wurmfreie Kirschen von nur einem Baum (die anderen Bäume sind noch nicht so weit) sind schon gigantisch. Aber wenn wir Glück haben, ernten wir sogar Birnen dieses Jahr

zusätzliche Kürbisanzucht wie 2010 Kürbisfrühbeet ...ernten wir erstmals Birnen?

Blume Wassermangel Bienen suchen Wasser

Gartentelegramm (21)

Ich hatte ja von der vermeintlich tollen Wirkung von Brennesseljauche gegen Blattläuse berichtet. Die Begeisterung war unbegründet… Ich frage mich ernsthaft, ob der Anbau dieser Bohne, die ich bis zu meinem Garteneinstieg sowieso nie gegessen hatte, überhaupt Sinn macht. Da ist man ja echt chancenlos, oder…? +++ Dafür zwei Entdeckungen diesen Jahres: Pflücksalat ist eine feine Sache: wächst und gedeiht ohne Probleme, lässt sich einfach und sauber ernten und schmeckt auch noch – was will man mehr? Die Zweite Entdeckung sind Radieschen “De Dix-Huit-Jours”. Ich dachte zuvor, Radieschen sind Radieschen – es wir ja nix anderes zum Kauf angeboten. Von wegen! Diese Sorte wächst und gedeiht ebenfalls super, schmeckt gut und sieht auch noch nett aus. Absolut empfehlenswert. +++ die Kirschen eines unserer drei Kirschbäume dürften in Kürze reif sein. Auch nicht schlecht, wenn die Reife dieses Jahr zeitversetzt eintritt. Jedenfalls war es an der Zeit einen Kirschomat zu kaufen, um ordentlich Marmelade und Kirschen einkochen zu können +++ es ist faszinierend zu beobachten, wie sich das Wetter auf das Bienenverhalten auswirkt. Das reicht dann von gemütlich entspannt bis super-umtriebig und hektisch. Jedenfalls sind sie verdammt fleißig und hatten eine Zarge innerhalb von 5 Tagen nahezu komplett ausgebaut +++ falls jemand einen IBC-Tank oder einen Hänger abzugeben hat, bitte melden. Eins unserer Fässer müssen wir ersetzen… +++ für heute habe ich mir vorgenommen, die restlichen Beete endlich zu bestellen. Die bisherige Ernte ist nicht so dolle – ist wohl der Trockenheit geschuldet :-( Aber immerhin sind die ersten Tomatenfrüchte erkennbar +++ weil es letztes Jahr bis Juli gedauert hat, bis ich das Feldsalat-Saatgut “ernten” konnte, hatte ich die diesjährigen Feldsalatreste nicht so genau beobachtet. Kaum passt man mal nicht richtig auf bzw. beobachtet nicht alle Flecken des Garten ganz so intensiv, schon liegt Mitte Mai das ganze Beet voller Feldsalatkörner, weil es die letzten Wochen so trocken war…

Ackerbohnen & Blattläuse - so macht das keinen Sinn Empfehlung: Pflücksalat oberste Warrézarge

Sammler & Jäger Flugbetrieb

Täglich grüßt das Murmeltier

Jetzt wird es ja schon fast Routine: ich brachte gestern die Fangkiste zum Imker Ferdinand zurück (der, der mir den ersten Schwarm gefangen hat), als dieser meinte, wenn ich noch ein Volk bräuchte, dann könnten wir es JETZT da oben aus dem Nussbaum holen… das kam überraschend – ich hatte kurze Hosen und T-Shirt an.

Klar, wollte ich noch ein Volk. Genau das war ja der Wunsch für 2011! Also haben wir die Leiter ausgefahren, er hoch, ich unten zum Halten. Da der Nussbaum mit diversen anderen Pflnazen überwuchert wird, war es nicht so einfach, den Ast mit dem Schwarm abzusägen. So kam es, wie es kommen musste und der Schwarm fiel zu Boden. Ich habe vor Schreck die Leiter losgelassen, aber es ist nix passiert. Ferdinand war die Ruhe selbst. Anscheinend hatten wir Glück und die Königin landete in der darunter abgestellten Kiste, denn die Bienen waren gegen 20 Uhr alle von alleine reingewandert. Und so war ich am Abend mit der zweiten Bienenkiste in meinem Garten und kann heute die Prozedur wiederholen, einen Schwarm von der Fangbeute in die Warrébeute umzusiedeln.

Naturschwarm im Nussbaum