Gartentelegramm (21)

Ich hatte ja von der vermeintlich tollen Wirkung von Brennesseljauche gegen Blattläuse berichtet. Die Begeisterung war unbegründet… Ich frage mich ernsthaft, ob der Anbau dieser Bohne, die ich bis zu meinem Garteneinstieg sowieso nie gegessen hatte, überhaupt Sinn macht. Da ist man ja echt chancenlos, oder…? +++ Dafür zwei Entdeckungen diesen Jahres: Pflücksalat ist eine feine Sache: wächst und gedeiht ohne Probleme, lässt sich einfach und sauber ernten und schmeckt auch noch – was will man mehr? Die Zweite Entdeckung sind Radieschen “De Dix-Huit-Jours”. Ich dachte zuvor, Radieschen sind Radieschen – es wir ja nix anderes zum Kauf angeboten. Von wegen! Diese Sorte wächst und gedeiht ebenfalls super, schmeckt gut und sieht auch noch nett aus. Absolut empfehlenswert. +++ die Kirschen eines unserer drei Kirschbäume dürften in Kürze reif sein. Auch nicht schlecht, wenn die Reife dieses Jahr zeitversetzt eintritt. Jedenfalls war es an der Zeit einen Kirschomat zu kaufen, um ordentlich Marmelade und Kirschen einkochen zu können +++ es ist faszinierend zu beobachten, wie sich das Wetter auf das Bienenverhalten auswirkt. Das reicht dann von gemütlich entspannt bis super-umtriebig und hektisch. Jedenfalls sind sie verdammt fleißig und hatten eine Zarge innerhalb von 5 Tagen nahezu komplett ausgebaut +++ falls jemand einen IBC-Tank oder einen Hänger abzugeben hat, bitte melden. Eins unserer Fässer müssen wir ersetzen… +++ für heute habe ich mir vorgenommen, die restlichen Beete endlich zu bestellen. Die bisherige Ernte ist nicht so dolle – ist wohl der Trockenheit geschuldet :-( Aber immerhin sind die ersten Tomatenfrüchte erkennbar +++ weil es letztes Jahr bis Juli gedauert hat, bis ich das Feldsalat-Saatgut “ernten” konnte, hatte ich die diesjährigen Feldsalatreste nicht so genau beobachtet. Kaum passt man mal nicht richtig auf bzw. beobachtet nicht alle Flecken des Garten ganz so intensiv, schon liegt Mitte Mai das ganze Beet voller Feldsalatkörner, weil es die letzten Wochen so trocken war…

Ackerbohnen & Blattläuse - so macht das keinen Sinn Empfehlung: Pflücksalat oberste Warrézarge

Sammler & Jäger Flugbetrieb

Blattläuse an Ackerbohnen (Dicke Bohnen)

Weil meine Dicke Bohnen mittlerweile auch von Schwarzen Blattläusen befallen sind, habe ich die Tage mal zur bereits vorrätigen Brennesseljauche gegriffen. Meine bessere Hälfte hat dann in Anbetracht des Gestankes immer größte Zweifel, dass wir das besprühte oder gedüngte Gemüse noch essen können, aber haben wir eine andere Wahl?

Zuckererbsen, Ackerbohnen, Kohl...

Vielleicht – hier mal die biologischen bzw. nicht chemischen Hilfsmittel, die ich im Netz gegen Blattläuse auf Gemüsepflanzen gefunden habe:

  • Triebspitzen kann man bei ausreichender Größe ausbrechen – und wer will: abwaschen, kochen, essen!
  • mit Rhabarberblättertee, Brennesseljauche oder Neem
  • die Läuse mit den Fingern zerdrücken
  • flüssige Seife
  • Mischkultur – insbesondere mit Bohnenkraut, aber auch mit Dill, Kapuzinerkresse oder Zwiebeln soll helfen
  • Bohnen im Februar, spätestens bis 10. März aussäen, damit sie beim Blattlausbefall möglichst groß und robust sind
  • wenn die ersten Bohnen sichtbar werden, die Pflanzen entspitzen.
  • Marienkäfer und Florfliegenlarven – auch als Eier oder Larven im Handel käuflich

Die zweite Gartensaison – was lief 2010 (immer noch) nicht gut?

Auf zum zweiten Teil meines Gartenrückblicks. Heute will ich über die kleinen Misserfolge meines Ergänzungsversorgungsexperiments berichten.

Rucola: weil ich Rucola liebe (besonders mit Tomaten und Oliven als Salat), habe ich mir 2009 sofort auch Rucola-Saatgut bestellt. Im Lauf der letzten Gartensaison entdeckte ich dann auch eine stattliche Menge wilden Rucola in meinem Garten. Trotzdem habe ich dieses Jahr erneut selbst gesammeltes Rucola-Saatgut gesät – vermutlich zum letzten Mal. Denn geschmacklich kann die gekaufte Sorte dem wilden Rucola nicht das Wasser reichen. Der Rucola-Saatgutkauf war kein Reinfall, der Salat wächst schließlich prima – er schmeckt aber einfach nicht so gut.

Zwiebelbeet 2009: ich hatte 2009 in Unkenntnis der Mischkultur ein komplettes Beet (ca. 300 x 130cm) mit Zwiebeln bestellt. Im Winter hatte ich frischen Pferdemist untergemischt und im Frühjahr Auberginen, Dickbohnen und Rote Beete ausgesät bzw. gepflanzt. Die Bohnen wurden komplett von Blattläusen leer gefressen und die Auberginen wuchsen nur äußerst kümmerlich. Selbst die Roten Beete brauchten recht lange, bis sie eine vernünftige Größe erreicht haben. Insgesamt schien mir das Zwiebelbeet 2009 recht “unrentabel”. Was könnten die Gründe sein?

Bohnen: hielt ich bis zu diesem Jahr für einen Selbstläufer in meiner Gegend. Die Dickbohnen wurden jedoch komplett von Blattläusen vernichtet und die Buschbohnen hatten vermutlich zu wenig Entfaltungsmöglichkeiten zwischen den Kartoffeln. Vermutlich hätte ich die Bohnen aber auch stärker gießen müssen. 2011 werde ich voraussichtlich keine Bohnen in Mischkultur mit Kartoffeln anbauen. Die Feuerbohnen wachsen übrigens ganz ordentlich, bis zu meinem Urlaub war die Ernte allerdings doch sehr überschaubar.


Den Rest lesen…

Saatgut sicher selbst erzeugen

Wie berichtet war die Aufbewahrung von Saatgut letztes Jahr nicht besonders erfolgreich – zumindest meine Bohnen waren quasi ein Totalausfall. Da ich immer noch überzeugt bin, dass die eigene Saatguterzeugung eine gute Sache ist, kommt folgende Kurzanleitung im aktuellen kraut & rüben wie gerufen:

  • klar, möglichst trocken und kühl (0° bis 10°C) aufbewahren, bei mir wäre das dann wohl im Keller
  • in Schraubgläsern oder in Einmachgläsern mit Gummiverschluss – und dieser Tipp, das Saatgut luftdicht zu verschliessen, überrascht mich etwas. Wenn das Saatgut beim Abfüllen nicht 100% trocken ist, besteht doch die Gefahr, dass die Samen schimmeln, oder etwa nicht? Und so ganz sicher kann man sich bzgl. der Feuchtigkeit/Trockenheit ja vermutlich nie sein…

Nunja, ich werde es damit versuchen, sofern genügend Bohnen übrig bleiben.

Garten-Telegramm (5)

Heute gabs erstmals Gemüsepfanne aus dem Garten: Kohlrabi, Erbsen, junge Möhren, Zwiebeln. Ich fands lecker. ++++ Ich habe Kartoffeln und Buschbohnen in Mischkultur angebaut. Daraus ergibt sich jetzt unter Umständen ein Problem: da der Zwischenraum mit Bohnen besetzt ist, ist kaum Erde zum Anhäufeln vorhanden. Reicht es aus, dass ich die Kartoffeln relativ tief gelegt habe? Hmmm…. ++++ Vielleicht täusche ich mich auch: anscheinend kann man nicht genug Stroh unter/zwischen die Erdbeerpflanzen legen, denn es haben sich doch relativ viele winzige, weiße Nacktschnecken zu den Erdbeeren vorgearbeitet und mampfen fröhlich vor sich hin. ++++ ich glaube, ich habe heute erstmals einen Hirschkäfer gesehen, dazu auch noch in der Nähe meines Gartens fliegend. Kurze Zeit später habe ich dann an völlig anderer Stelle nochmal einen fliegen sehen. Sachen gibts… ++++ manche Kirschbäume in der Nachbarschaft tragen bereits reichlich reife Früchte, meine Kirschbäume dagegen nur sehr wenige Kirschen und dazu noch schön grün und hart. Dafür sind meine Apfelbäume relativ voll, also ziemlich vertauschte Ergebnisse zu 2009. Ich finde das sehr interessant zu beobachten.

Blumenbogen bauen

In der Mai-Ausgabe des kraut & rüben Magazins wird über einige Seiten beschrieben, wie schön Blumenbögen anzusehen sind und worauf man beim Bau eines Blumenbogens achten sollte. Meine bessere Hälfte findet das eher kitschig, ich finde, so ein Bogen hat etwas. Müssen ja keine Rosen sein, von mir aus auch gerne Clematis. Oder auch Bohnen :-) Auf ein klassisches Rosengerüst habe ich aber auch keine Lust, mir schwebt da schon eher so ein natürlicher Bogen wie der von ellelala vor… Allerdings ist mein Tor fast ca. 2 Meter breit, da wird es wohl auf einen eckigen Bogen hinauslaufen.