Samstag, 29. Oktober 2011 |
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Endlich mal ein Geschenk von Daniel, das ich erwähnen darf: Das große Buch der Selbstversorgung von Vater & Sohn Strawbridge. Sehr schönes Buch, das mich wieder von der kleinen Laube mit Gründach, Ofen/Kochstelle, Bett und Solar- bzw. Windstrom träumen lässt…. Unterschiede zu Seymour? Im Prinzip die gleichen Inhalte, nur modernere Aufmachung mit vielen Fotos. Danke!!! +++ es liest sich so leicht, ich wusste aber gar nicht mehr, dass es so zeitintensiv und sogar etwas anstrengend ist: drei Hänger Pferdemist holen und im Garten auf Beete und Baumscheiben verteilen = 3 Stunden. Und den Mist oberflächlich unterzugraben war nicht minder anstrengend +++ die Bewerbungsfrist für Grundstücke aus der Flurbereinigung lief vor 14 Tagen ab. Da ich die öffentlichen Bekanntmachungen so verstanden habe, dass am 11.11. bereits die Umschreibung erfolgt sein soll, habe ich nachgefragt, ob ich einer der Glückspilze bin. Die Entscheidungen werden allen Bewerbern erst zwischen dem 7.11. und 11.11. schriftlich mitgeteilt… Geduld! +++ die letzten Wochen bzw. seit Premiere des Films Taste the Waste sind Themen wie Mindesthaltbarkeitsdatum, Lebensmittelabfall aber auch Hungerkrisen recht präsent in den Medien. Zwei Links zum Thema und zum selbst Nachdenken: 1) Interview mit Wam Kat 2) Spiegel Online darüber, dass wir gegenwärtig drei Erden verbrauchen/aufessen und 3) Beobachtungen von Michael und Lisa in Tschechien.
Freitag, 21. Oktober 2011 | Kommentare deaktiviert
Ach, Mensch. Heute habe ich erfahren, dass meine Bienen wohl ganz ordentlich von Milben befallen sind – trotz längerer Ameisensäurebehandlung. Dabei hatte vor einer Woche, als ich die Beute auf nur noch zwei Magazine gesetzt habe, noch alles für mein Laien-Auge gut ausgesehen. Morgen überprüfe ich das genauer. Wie auch immer bleibt mir kaum etwas anderes übrig, als um Weihnachten herum noch mit Oxalsäure zu behandeln. Traurig. +++ Dass die Meisen-Nistkästen auch dieses Jahr wieder ganz ordentlich bebrütet wurden, hatte ich erwähnt. Jetzt im Herbst/Winter ist eine gute Zeit, um sie zu säubern, damit auch 2012 wieder schön Eier gelegt werden. Erledigt :-) +++ to do für die nächste Woche: Pferdemist beim Pferdehof Härdle holen. Herr Härdle hat mir 2009 bereits zwei Hänger abgegeben und hilft mir auch dieses Jahr gerne aus. Denn ich habe mittlerweile den Eindruck, dass ich Seymour & Co. Recht geben muss: ohne tierische Düngemittel lässt der Ertrag einfach nach +++ Heute haben wir die 50kg-Marke bei den Tomaten geknackt. Sie schmecken zwar kaum mehr, aber für Soßen reichen sie noch aus. Bei einer besseren Sortenwahl wäre vermutlich noch mehr Ertrag drin gewesen. Aber die 50kg waren für uns genau richtig. Vor ca. einer Woche musste ich seit Ende Juni das erste Mal wieder Tomaten kaufen. Aber Gekaufte schmecken im Oktober auch nach nix mehr :-( +++ Wer nicht das Glück hat, seine kompletten Lebensmittel selbst anzubauen, kann ab und zu mal einen Blick auf lebensmittelwarnung.de werfen. Dort werden seit heute bundesweit Rückrufaktionen, Warnungen und Werbelügen verkündet.
EDIT: heute waren keine toten Bienen auf dem Flugbrett zu finden, aber eben darunter in hoher Anzahl, wie schon berichtet. Davon habe ich zehn eingesammelt und überprüft, ob Flügel oder Beine angefressen sind oder sonst etwas Ungewöhnliches zu erkennen ist. Fehlanzeige. Alles dran an den Bienen. Was nun? Mein Imkerkollege Ferdinand konnte sich nur Milbenbefall vorstellen – ihn hat es übel erwischt dieses Jahr. Milbenbefall konnte ich zumindest an den zehn entnommenen, toten Bienen nicht bestätigen. Aber ich bin eben auch nur Laie :-(
EDIT2: und noch einen Tag später habe ich eine sterbende Biene gefunden – auf ihr saß eine Milbe! Das ist wirklich nur eklig und traurig. Ich muss zugeben, dass mich diese Hilflosigkeit ziemlich ernüchtert. Will ich das selbst weiterhin verantworten?
Donnerstag, 01. September 2011 | Kommentare deaktiviert
Wo fängt man an, wenn man rund sechs Wochen nicht mehr über seinen Garten geschrieben hat? Keine Ahnung, ich fasse mal die nächsten Tage zusammen, was mir so im Gedächtnis geblieben ist… dabei hilft zum Glück oftmals meine Kamera :-)
Unser erstes Erdbeerbeet ist mittlerweile überwuchert von Erdbeerpflanzen. Das war wohl nicht so clever, die Pflanzen sich so stark ausbreiten zu lassen. Klar, wir hatten die sparsam gekauften Setzlinge in der Hoffnung gesetzt, dass sich diese gut über das gesamte Beet verteilen – doch es gibt Grenzen :-) Also haben wir zuletzt ganz viele Ablegertriebe abgeschnitten und die größeren davon in kleine Töpfchen gesetzt. Die Ableger, die gut angewachsen sind, haben wir in ein weiteres Erdbeerbeet (Nr. 3) gesetzt. Erdbeeren kann man ja nie genug haben. Okay, die Ablegertriebe sind abgeschnitten. Was gibt es noch zu tun? Man kann auch das Laub an den “Mutterpflanzen” zurückschneiden, darf dabei das “Herz” der Pflanze nicht beschädigen. Außerdem tut den Erdbeerpflanzen nach der Ernte, die ja jetzt auch schon ein paar Wochen zurückliegt, eine kräftige Düngung gut. To do: Auslichten & Düngen :-)

Freitag, 18. März 2011 |
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Ein Vlies habe ich ja bereits im Einsatz, ein Frühbeet bereits gebaut – und letztes Jahr habe ich ja auch noch einen Vliestunnel bestellt! Der ist in meinem Schuppen irgendwie in Vergessenheit geraten. Also habe ich letztes Wochenende die ersten Salat- und Kohlrabisetzlinge gekauft und gesetzt. Trotzdem ist das jetzt fast etwas viel Material zur früheren Anzucht… so viel können wir ja gar nicht essen! +++ In “Geheimnisse aus dem Klostergarten” habe ich gelesen, dass die Kaiserkrone und die kreuzblättrige Wolfsmilch Wühlmäuse abhalten können. Auf wikipedia wird das allerdings dementiert: “Die ihr nachgesagte Wirkung gegen Wühlmäuse ist unzutreffend.“. Falls einer von euch Lesern Erfahrungen damit gemacht hat, würde mich das sehr interessieren :-) Auf der “Suche” nach Kaiserkronen ist mir eine ansatzweise ähnliche Pflanze aufgefallen, die ich ebenfalls nicht kenne – ihr? +++ Ebenfalls in diesem Buch habe ich gelesen, dass man aus Ackerschachtelhalmbrühe einen hervorragenden Dünger gewinnen kann. Diese Pflanze kenne ich zwar, kann mich aber an keine Flecken in der näheren Umgebung erinnern, an denen die gewachsen wären. Wo finde ich den Schachtelhalm nur? +++ unsere Narzissen/Osterglocken blühen prächtig. Mir kommt es auch so vor, als wären es mehr geworden. Wichtig ist, nach der Blüte zu düngen und die Blütenköpfe abzuschneiden – aber nicht das verwelkende Laub! +++ letzten Oktober hatte mir ein örtlicher Imker versprochen, mich einzulernen und bei der Schwarmbesorgung zu helfen. Leider reagiert er seit Wochen nicht auf Anrufe. Ein weiterer Imker, der Hilfe signalisiert hatte, aber aufgrund der sehr überschaubaren Deutschkenntnisse vielleicht doch keine allzu große Hilfe gewesen wäre, ist kürzlich verstorben. Ich habe mich daher an den örtlichen Imkerverein gewandt, dort wurde mir ebenfalls Hilfe zugesagt. Diesmal bleibe ich hartnäckig!

Sonntag, 16. Januar 2011 |
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Ich habe mir kürzlich dieses 1904 erschienene Buch gekauft, das bei Veröffentlichung all denen gewidmet war, “denen die Bewirtschaftung des Gartens auch eine wesentliche Einsparung der Haushaltskosten bringen soll.“. Beruhigend finde ich, dass der Auto in der Anleitung bereits schreibt, “dass es keineswegs eine so einfache Sache ist, einen Betriebs- und Bewirtschaftungsplan aufzustellen, der alle solche Punkte (Fruchtwechsel, Düngung etc.), deren es noch weitere in großer Menge gibt, berücksichtigt. Es gehört dazu die ganze praktische Erfahrung eines tüchtigen Gärtners. Da nun die wenigsten unter den Lesern dieses Büchleins neben den hohen Anforderungen ihres Berufes sich so eingehend mit der Gärtnerei haben beschäftigen können, um aus ihren eigenen Kenntnissen einen derartigen Plan aufzustellen, so habe ich ihnen diese Arbeit abgenommen.“.

Bemerkenswert finde ich auch diese Aussage im Jahr 1904 (!): Der gewerbsmäßige Gemüseanbau ist eines der mühsamsten Geschäfte, weil eines der unlohnendsten, die es gibt. Beim Kleingärtner liegen die Dinge insofern anders, als die Arbeit im einzelnen, also in bar, nicht gerechnet wird, von begeisterten Gartenfreunden sogar als gesundheitsförderndes Vergnügen aufgefasst wird. Trotzdem muss auch von ihm gerechnet werden, sollen nicht die Aufwendungen größer sein als der Wert der Erzeugnisse. Es kann deshalb nicht dringend genug empfohlen werden, dass sich jeder Kleingärtner eine Buchführung anlegt, in welcher er die baren Aufwendungen dem Wert der erzielten Gartenfrüchte gegenüberstellt.
Im 170-Seiten-Werk gibt Janson, der Gartenbaudirektor in Eisenach war, zu allem möglichen seine Tipps – ähnlich wie Seymour. Ich habe nachfolgend zusammengetragen, was mir beim ersten Lesen sofort aufgefallen ist:
Den Rest lesen…
Dienstag, 11. Januar 2011 |
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Ich habe mir dieses Jahr trotz der frustrierenden bescheidenen Ergebnisse in den letzten beiden Jahren nochmals Karotten-Saatgut gekauft – schließlich ist meine Wahrnehmung bei anderen, dass der Anbau ziemlich simpel sein muss. Bevor ich es aber zum dritten Mal versuche, habe ich im Selbstversorgerforum die Frage gestellt, worauf ich achten sollte, was ich in der Vergangenheit falsch gemacht haben könnte und ob der Boden meines Gartens vielleicht doch völlig ungeeignet ist. Die Antwort war recht eindeutig: mein Boden müsste für den Möhrenanbau grundsätzlich geeignet sein, auch wenn ein etwas sandigerer Boden noch besser wäre. Das Problem schlechthin dürften Schnecken gewesen sein, die sich mit Begeisterung auf frische Möhrenkeimlinge stürzen. Was gegen Schnecken hilft, war hier schon häufiger Thema, empfohlen wurde aber speziell zum Start des Möhrenanbaus ein Vlies. Das ist vorhanden, wäre also ein Versuch wert.
Ich habe nachfolgend die aus meiner Sicht wichtigsten Infos zum Karottenanbau zusammen getragen:
- Karottenanbau ist pflegeaufwändig!
- Karotten = klein & rundlich
- Möhren/gelbe Rüben = lang
- niemals frischer Mist, reifer Kompost im Herbst ist okay, Holzasche (Kali) vor dem Säen tut ihnen auch gut
- Boden: tiefgründig, humusreich, warm, locker, sandig
- 3 bis 4 Wochen Keimdauer, als Markierung eignen sich daher Radieschen-Reihen daneben sowie Knoblauch
- 3cm tief säen, Reihenabstand ca. 15cm
- nach der Saat Erde gut andrücken und gießen
- wenn Saat aufgegangen ist, überflüssige Sämlinge auszupfen, so dass immer ca. 3cm Abstand zwischen den Pflanzen ist
- gleichmäßig feucht halten – Mulchen!
- während des Wachstums Brennesseljauche als Dünger verwenden
- da die Aussaat ja bereits ab Ende Februar möglich ist, hier gleich noch die optimalen Aussaat-Termine 2011 gemäß Mondkalender: 20.02 bis einschließlich 22.02 sowie 01.03 und 02.03