Was war sonst noch los?

Wir ernten erstmals Birnen – und die schmecken sogar richtig gut! Unsere Trauben sind ebenfalls richtig lecker und für unsere bisherige unprofessionelle Pflegemethoden gabs dafür sogar immerhin rund 2,5 kg Ertrag. Die Apfelernte fällt dieses Jahr unterschiedlich stark aus. Manche Bäume haben ordentlich getragen, andere überhaupt nicht. Der Befall mit Apfelwicklern hat zwar nachgelassen, ist aber immer noch sichtbar. Apropos Schädlinge: ich dachte zuerst, die Mauspopulation in unserem Garten hätte nachgelassen. Als ich jedoch kürzlich ein Beet zwecks Neubestellung mit Feldsalat vorbereitet habe, kamen doch genau wie bei der Kartoffelernte sehr viele Gänge zum Vorschein. Und die Mäuse sind dann wohl auch die Erklärung für die abgefressenen Roten Beete und den teilweise sehr mickrigen Mangold. Allerdings sind dieses Jahr viele Pflanzen eher mickrig (Kürbisse, Mangold, Kartoffeln, Stangenbohnen) geblieben… könnte auch daran liegen, dass wir letzten Winter/dieses Frühjahr kaum gedüngt haben. Also bei Oma Maria nachgefragt, deren Karotten und Lauch sensationell gedeihen. Ja, fehlender Dünger könnte die Lösung sein. Sie schwört auf Hornspäne – Pferdemist enthält ihr zu viel Ungeziefer :-)

Winzig waren dieses Jahr auch die Pfirsiche. Die Erde um den Pfirsichbaum herum wirkt sehr lehmig, trocken und nährstoffarm. Und der Baum trägt kaum Blätter. Was tun? Kräftiger schneiden? Baumscheibe mit Kräutern und Blumen wie bei den Apfelbäumen anlegen? Ich werde beides versuchen…

Mit meiner Tomatensortenwahl bin ich dieses Jahr nicht voll und ganz zufrieden. Ich hatte beim Dreschflegel folgende Sorten bestellt: Salattomaten Tigerella, Olirose, Extra Early und Reisetomate, Fleischtomate Berner Rose, Cocktailtomaten Waltingers und Vesennij Mieurinskij. Klar, eins bischen Spaß beim Experimentieren war da natürlich auch dabei. Aber wenn Sorten kaum tragen und kaum schmecken trotz vielversprechender Beschreibung, dann ist das trotzdem enttäuschend. Die Reisetomate (kleiner als erwartet, schlechter GEschmack), Waltingers Cocktailtomate (winzig, zu wenig Geschmack) und die Olirose (empfindliche Pflanze, minimaler Ertrag) werde ich nicht mehr anbauen. Die Tigerella (sehr ertragreich), Vesennij Mieurinskijs Cocktailtomate (sehr lecker und relativ große Cocktailtomate) und Extra Early (toller, fast scharfer Geschmack) werde ich dagegen wieder anbauen.

Birnen!


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Bienen – wie gehts weiter?

So manches ist mir noch nicht wirklich klar, hinzu kamen Fragen meines Imkervaters sowie Schwarmfängers, die ich nur ansatzweise beantworten konnte, daher habe ich in erster Linie für mich die derzeit wichtigsten Fragen und Antworten zusammengetragen.

Wasserträger

Kann ich die Beuten wirklich einfach in Ruhe lassen und muss nichts tun?

Klares “ja”! Ich habe mich vorsorglich auch im Warré-Forum vergewissert. Am Eintrag von Pollen und ordentlichem Flugverkehr ist die gute Gesundheit des Volkes offensichtlich erkennbar. Haken drunter, beides ist bei mir der Fall. Ab Sommeranfang (kalendarisch – nicht von den Temperaturen her…) muss ich allerdings auf Räuberei achten, das heisst ggfs. mit einem Fluglochkeil das Flugloch verkleinern. Und dann ist irgendwann eben noch gegen Varroa zu behandeln, lt. Bernhards Ausführungen zumindest im ersten Jahr. Ansonsten kann ich die Bienen ganz entspannt machen lassen und sie dabei beobachten. Wirklich, es ist einfach faszinierend!


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Gartentelegramm (7)

Ich habe meine bisherigen Ernteergebnisse in eine Tabelle übertragen. So kann ich die Unterschiede von Jahr zu Jahr schneller erkennen +++ im Italienurlaub habe ich frische Feigen sehr genossen. Da der Anbau auch hier in Baden offensichtlich vielen Gärtnern gelingt, will ich das gerne versuchen. Leider habe ich erst jetzt in Erfahrung bringen können, dass die Vermehrung von Feigen am besten mit ca. 25 cm langen Stecklingen in feuchter Erde gelingt. Trotzdem werde ich es auch mal mit der Aufzucht von Samen versuchen +++ im März habe ich zahlreiche Straucheibischsamen gesät. Immerhin vier Pflänzchen gedeihen prächtig auf meiner Terrasse und werden diesen Herbst noch von mir in den Garten gesetzt +++ wider Erwarten wuchsen während unseres Urlaubs nicht nur die Kürbispflanzen zügig weiter. Es scheint auch so, als könnten noch einige Kürbisse diesen Herbst reif werden. Das freut mich! +++ und ebenfalls überraschend fällt die Stangenbohnenernte doch nicht sooo schlecht aus +++ im Frühling haben wir ein paar Euro in Blumensamen, -Knollen und -Zwiebeln investiert. Der Erfolg ist überschaubar, doch wenn eine Blume blüht, freut es mich natürlich trotzdem. Komisch ist es dann allerdings schon, wenn dann eine Blume (Foto unten rechts) blüht, die man definitiv nicht selbst zu verantworten hat…. +++ ich habe zwar schon zweimal beim Dreschflegel bestellt, deren Gartentipps sind mir bisher aber entgangen. Lesenswert! +++ vor meinem Urlaub haben wir von der Pfefferminze einen kleinen Zweig abgeschnitten und auf dem Fenstersims in ein Wasserglas gestellt. Ergebnis nach unserer Rückkehr: so gewinnt man Ableger von Pfefferminze :-) +++ ich habe mal eine Profilseite von mir & meinem Garten erstellt, vielleicht interessiert es ja jemanden?

Die zweite Gartensaison – was lief 2010 gut bzw. besser als 2009?

Meine Erntenseiten möchte ich kurzfristig in tabellenform veröffentlichen, um in erster Linie für mich selbst schneller erkennen zu können, wie hoch meine tatsächliche Ernte und nicht nur die gefühlte ausfiel. Trotzdem nachfolgend einige Worte zu den Pflanzen, die mich in dieser Gartensaison bisher besonders erfreuten, was ich möglicherweise anders als im Vorjahr gemacht habe und was es möglicherweise immer noch zu verbessern gäbe.

Erdbeeren: meine ca. 12 Setzlinge bescherten mir rund 6kg Früchte. Das hat gerade für den Sofortverzehr gereicht, aber nicht für Marmelade. Mehr Geld für Setzlinge wollte ich jedoch nicht ausgeben, da Erdbeeren üblicherweise zahlreich Ableger bilden. Ich habe zwischen die Erdbeeren Koblauch gesteckt. Ob dies Schädlinge tatsächlich abgewehrt hat? Jedenfalls waren lediglich kleinste Nacktschnecken störend. Insofern sehe ich dem Erdbeerjahr 2011 mit Freude entgegen.

Kartoffeln: ich hatte bis 2010 keinerlei Erfahrungen mit Kartoffeln, auch keine Erinnerungen an Kindheitstage, da auch meine Eltern keine Kartoffeln anbauten. Da ich mich mehr oder weniger intensiv damit beschäftigt hatte, war die Kartoffelernte für mich absolut zufriedenstellend. Was gut war? Ich habe die Kartoffeln relativ tief gelegt, somit ersparte ich mir später tatsächlich das Anhäufeln. Bis auf wenige Kartoffeln blieben auch tatsächlich alle unter der Erde. Was ich 2011 anders mache: keine Mischkultur, denn die Kartoffeln rauben den “Partnerpflanzen” wie Bohnen oder Radieschen jegliche Entfaltungsmöglichkeit. Und ich könnte die Kartoffeln etwas enger setzen.


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Gartentelegramm (6)

wikipedia hat Recht: Meisen brüten gerne zweimal im Jahr im gleichen Nistkasten – und das, obwohl in “meinem” Kasten ein totes Junges vom ersten “Wurf” im Nistkasten lag. Jetzt ist es also gerade wieder soweit: aus beiden Nistkästen klingt Küken-Gezwitscher +++ teichrose hat Recht: bei meinem Klovorhaben von Kompostklo zu sprechen war wohl etwas hochtrabend. Jedenfalls habe ich das nochmals überdacht und werde den Bau ähnlich wie teichroses Vorschlag in Ruhe zu Ende bauen. Der Austausch über Kommentare ist einfach praktisch. Danke Euch! +++ im aktuellen Greenpeace-Magazin gehts diesmal in erster Linie um Essen/Ernährung und vegetarisch leben. Von den Argumenten, vegetarisch zu leben, bin ich ja schon lange überzeugt, doch meinen geringen, regionalen Bio-Fleischkonsum halte ich prinzipiell für akzeptabel. Dennoch war das Magazin Inspiration, über meinen Fleischkonsum nachzudenken und ich werde es zum zweiten Mal versuchen, dauerhaft vegetarisch zu leben. Bei uns Gärtnern bietet sich das ja an, der erste Versuch dauerte vor einigen Jahren nur ca. ein halbes Jahr +++ Dieses Jahr klappts irgendwie besser: es lassen sich bei Bedarf mehrere verschiedene Gemüse- / Obstsorten gleichzeitig ernten. Das hat was. Drei Wochen Bohnen am Stück wie letztes Jahr war nicht sooo spannend :-) +++ die Schnecken-Plage hat anscheinend nachgelassen. Meine kürzlich nachgesäten Kürbisse sowie von zwei Freunden geschenkte Gurken- und Zucchini-Setzlinge wachsen ohne Probleme an.

Äpfel

Kleine Gartenbeobachtung: 2009 trugen meine Kirschbäume so viel Kirschen, dass ich gar nicht alle ernten bzw. verwerten konnte. Dieses Jahr scheint es dagegen eine recht magere Kirschernte bei mir zu geben. Dafür sind dieses Jahr zahlreiche Äpfel und auch Birnen an den Bäumen zu erkennen. Und auch Pfirsiche sind wieder einige zu sehen.