Blattläuse an Ackerbohnen (Dicke Bohnen)

Weil meine Dicke Bohnen mittlerweile auch von Schwarzen Blattläusen befallen sind, habe ich die Tage mal zur bereits vorrätigen Brennesseljauche gegriffen. Meine bessere Hälfte hat dann in Anbetracht des Gestankes immer größte Zweifel, dass wir das besprühte oder gedüngte Gemüse noch essen können, aber haben wir eine andere Wahl?

Zuckererbsen, Ackerbohnen, Kohl...

Vielleicht – hier mal die biologischen bzw. nicht chemischen Hilfsmittel, die ich im Netz gegen Blattläuse auf Gemüsepflanzen gefunden habe:

  • Triebspitzen kann man bei ausreichender Größe ausbrechen – und wer will: abwaschen, kochen, essen!
  • mit Rhabarberblättertee, Brennesseljauche oder Neem
  • die Läuse mit den Fingern zerdrücken
  • flüssige Seife
  • Mischkultur – insbesondere mit Bohnenkraut, aber auch mit Dill, Kapuzinerkresse oder Zwiebeln soll helfen
  • Bohnen im Februar, spätestens bis 10. März aussäen, damit sie beim Blattlausbefall möglichst groß und robust sind
  • wenn die ersten Bohnen sichtbar werden, die Pflanzen entspitzen.
  • Marienkäfer und Florfliegenlarven – auch als Eier oder Larven im Handel käuflich

Tomatenernte beginnt

Gestern war es endlich soweit: ich konnte die ersten fünf Cocktailtomaten 2010 ernten. Bisher sind auch keinerlei Erkrankungen oder Mangelerscheinungen an den Tomatenpflanzen erkennbar, könnte also eine gute Ernte werden. Lediglich eine Pflanze scheint wie schon 2009 Opfer von Mäusen zu werden. Das wäre verschmerzbar… Um die Tomaten drumrum wuchern Ringelblumen um die Wette. Diese Mischkultur wird von Schwester Christa Weinrich in ihrem Büchlein Mischkultur im Hobbygarten empfohlen. Da es den Tomaten also gut geht, gehe ich davon aus, dass die prächtig gedeihenden Ringelblumen auf jeden Fall keine Nachteile für die Tomaten haben.

Kräuterspirale wiederbelebt

Sieht zwar noch kahl aus, aber ich bin guter Dinge, dass meine Kräuterschnecke dieses Jahr grüner und ertragreicher als 2009 wird. Ich habe Blumenerde und “Maulwurferde” dazu gefüllt und umgegraben, Johanniskraut, Pimpinelle, Schnittlauch und Liebstöckel gepflanzt. Außerdem habe ich Dill, Ringelblumen und Kapuzinerkresse gesät. Blutampfer, Lavendel und Rosmarin war noch vorhanden.

Kräuterspirale


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Der perfekte Garten

Provozierende Aussage? Derzeit denke ich, dass mein Garten perfekt für mich ist. Nach der Entrümpelung 2009 kann ich dieses Jahr alles ziemlich entspannt angehen lassen. Es gibt immer irgendetwas besser, schöner, natürlicher zu machen – wenn ich will. Genauso kann ich mich auch einfach hinsetzen, den Wildbienen, Eidechsen, Fröschen oder Wasserläufern zusehen, den Maisen zuhören und meine Gedanken schweifen lassen. Genial, oder?

Und folgende Kleinigkeiten habe ich zuletzt erledigt, denn langweilig wird mir ja trotzdem nie: ich habe weitere Bienenhotels fertig gestellt und aufgehängt. Anscheinend stehen die Bienen aber mehr auf härteres und vor allem altes, richtig ausgetrocknetes Holz. Dann habe ich die höchsten Beete mit Holzbrettern eingegrenzt. Mir sind letztes Jahr die Rasensteinkanten bzw. Waschbetonplatten ausgegangen. Da aber die angrenzende Wiese sich immer wieder Zentimeter um Zentimeter von den Beeten zurückerobert hat, habe ich jetzt eben die Bretter angebracht. Mal sehen, ob´s hilft. Holz sieht jedenfalls schöner aus als Beton, keine Frage. Vor einigen Wochen hatte ich bei einem der Allbrecht-Supermärkte ein Vlies für 3,- gekauft. Das hatte ich während meines Urlaubs über einen Beetabschnitt ausgelegt. Und siehe da, darunter keimt tasächlich alles verdammt schnell! Nur besonders reißfest ist das Teil nicht. Nebenan habe ich abwechselnd 10 Kopfsalate sowie 10 Kohlrabi gesetzt – bin ja jetzt Mischkulturer :-) Und heute habe ich mit meinem Freund Botros das Tomatenhaus so weit errichtet, dass quasi “nur” noch das Dach drauf muss und an den Seiten Folie hin. Da können meine großen Tomatensetzlinge vielleicht dann auch schon vor den Eisheiligen ins Freie….?

Mischkultur im Hobbygarten

Habe mir diese Woche dieses Büchlein von Schwester Christa Weinrich OSB (OSB = Oberpfälzer Schützenbund Ordo Sancti Benedicti) gekauft. Mein erster Eindruck: Mischkulturanbau ist eine Wissenschaft für sich. Obwohl nur 125 Seiten stark (ca. DIN A6!) wird der Anbau in Mischkultur sehr detailliert beschrieben. Unter Berücksichtigung von unterjährigen Folgessaten ist das für mich als Mischkulturen-Einsteiger jedoch noch ganz schön kompliziert. Nachfolgend möchte ich einige Tipps auflisten, die mir besonders aufgefallen sind:

  • zum Start ins neue Gartenjahr Spinat im Reihenabstand von 50cm im ganzen Garten aussäen, da optimale Vorkultur. Nach dem Schießen aushacken und als Mulch liegen lassen. Vermutlich wird mehr zu ernten sein, als man verzehren (verschenken) kann, Hauptzweck des Spinatanbaus ist jedoch die Bodenverbesserung.
  • vor der ersten Aussaat und nach dem Abrechen des Wintermulchs sollte der Boden gegen Pilzkrankheiten vorbeugend mit Ackerschachtelhalmbrühe überbraust werden.
  • ein einmal ausgeklügelter Mischkulturenplan (z. B. der von Gertrud Franck) kann jedes Jahr wiederholt werden – vorausgesetzt man verschiebt die Reihen jedes Jahr eine Reihe weiter
  • Sonnenblumen, an die der ein oder andere Gemüsegärtner vielleicht gar nicht denkt, vertragen sich gut mit Kohl
  • beim Gemüseanbau in Mischkultur sollten Stangenbohnen an senkrechten Stangen angebaut werden und die gegenüber liegenden Stangen versetzt stehen. Aneinander gelehnte Stangen beschatten den Boden zu stark, so dass keine Begleitkulturen (Salat, Feldsalat, Kohlrabi) angebaut werden können.
  • Ringelblumen sind gut für Tomaten. Dazu einfach schon im April zwischen den geplanten Tomatenreihen Ringelblumen aussäen
  • dass Kapuzinerkresse Blattläuse anzieht und damit evtl. von Gemüse ablenkt, wusste ich bereits. Dass sie Tomaten, Obstbäumen, Stangenbohnen und Kohl besonders gut tun, ist mir dagegn neu
  • Bettina hatte mir schon mal den Tipp gegeben, im Mischkulturenanbaubuch stehts auch nochmal: Feldsalat sät man im August/September zwischen Erdbeeren. Spinat kann auch nicht schaden. Und im Frühjahr im Erdbeerbeet gesteckte Zwiebeln bewahren die Erdbeeren vor Grauschimmel

Ich werde dieses Jahr versuchen, möglichst viel in Mischkultur anzupflanzen. Begonnen habe ich ja schon damit, ist aber auf jeden Fall eine ziemliche Umstellung…

Mischkulturen und Aussaatkalender

Stephanie von fiefhusen.de hat diese Woche als netten Service ein pdf mit Übersicht der Saattiefen und Pflanzabständen zur Verfügung gestellt. Gute Idee, dachte ich mir und habe mir eine ähnliche Übersicht gebastelt. Mir fällts bisher schwer, mir zu merken, welche Pflanzen gerne bzw. weniger gerne nebeneinander “wohnen”. Ich habe daher die Tabelle aus “Permakultur für alle” von Sepp und Margit Brunner abgetippt, den Spargel (baue ich sicher nicht an) und das Zeichen für schlechte Nachbarn bei der Kombination Sellerie/Sellerie (Tippfehler?) entfernt.

Und da ich ja teilweise Saatgut selbst gewinne und mir meine urspünglichen Saatgutpäckchen teilweise fehlen, erstellte ich mir gleich auch noch einen Voranzucht- bzw. Aussaatkalender abgestimmt auf meine bevorzugten Kulturpflanzen.

Hier der Link zur Mischkulturen-pdf-Datei und hier zur Excel-Version (inkl. Aussaatkalender), für die, die das überarbeiten wollen. Hier der Aussaatkalender als pdf.