Baumschutz & neue Nistkästen

Es gibt zum Glück auch jetzt immer irgendwas zu tun… Von meiner Streuobstinitiative wurden mir die bestellten Nistkästen sowie Baumleim geliefert. Dieser Baumleim hat keine Nebenwirkungen und kann direkt auf den Stamm gestrichen werden. Ob ich mit dem Sammeln der befallenen Äpfel und diesem Einstreichen der Stämme mein Apfelwicklerproblem bereits nächstes Jahr in den Griff bekomme? Das Streichen der Stämme ist bei den aktuellen Windverhältnissen gar nicht so einfach, zieht der Leim doch manchmal ganz dünne Fäden und wird dann schnell davon geweht. Naja, irgendwie hats dann doch geklappt. Bei einem Blick in Nachbars Apfelgarten frage ich mich allerdings, ob der Leim wirklich so sinnvoll ist, sterben dadurch doch auch zahlreiche nützliche Insekten. Hmmm….
Die bestehenden Kästen hatte ich an einem abgestorbenen Baum, einer Materialhütte sowie an einer Kiefer angebracht. Da an den Rückseiten der Kästen Leisten mit Vorbohrungen angebracht sind, bin ich letztes Jahr davon ausgegangen, dass Nageln schon die richtige Lösung sein wird – zumal am abgestorbenen Baum und der Hütte nichts kaputt gehen kann. Heute habe ich dann doch mal gesucht, wie Nistkästen richtig aufzuhängen bzw. zu befestigen sind – beim NABU findet sich die Lösung: an einem Drahtbügel, der an der Stelle, die am Ast aufliegt, mit einem Stück Garten- oder Fahrradschlauch umhüllt wird. Wenn dabei der Nistkasten oben etwas übersteht, macht das nichts, Hauptsache es regnet nicht in den Kasten. Dass die Ausrichtung des Fluglochs nach Süden / Südosten erfolgen sollte, wusste ich schon (wobei eins Richtung Norden guckt und trotzdem bebrütet wurde). War jedenfalls sinnvoll, dass ich nochmal nachgeschaut habe. Allerdings habe ich den Eindruck, dass bei richtig starkem Wind die Kästen bei dieser Drahtbefestigung sich doch etwas bewegen könnten. Hoffe, die Vögel störts nicht :-)

Gartentelegramm (11)

Stefan Schleicher vom Schleicherhof (haben einen Hofladen!) hat mir vorgestern aus der Patsche geholfen – im wahrsten Sinne des Wortes: ich bin mit unserem Bus im Garten versumpft und hatte aufgrund der Feuchtigkeit keine Chance. Da das Wetter so wechselhaft ist, machte ich mir keine Hoffnungen, bei Trockenheit bessere Chancen zu haben. Nach einigen Telefonaten fiel mir nur noch Bauer Schleicher ein…. Tja, jetzt sind zwar einige Blumen und frische Rasen- bzw. Wisenfläche kaputt, aber das wächst ja wieder. +++ Heute beim Holz umräumen haben wir eine Schlange entdeckt. Sicher bin ich mir nicht, aber ich vermute es war eine Ringelnatter. So etwas freut mich. Daher haben wir auch einige Bretter auf ihr liegen lassen +++ Die bebrüteten Nistkästen habe ich heute abgehängt, sauber gemacht und wieder aufgehängt. Man glaubt gar nicht, wie viel Material die Meisen für ein weiches Nest angeschleppt haben. +++ In der Nähe meines Gartens habe ich gestern einen Imker bei der Arbeit angesprochen. Wie sich herausstellte, war es Hubert Wißmann, dessen Honig ich auch gelegentlich kaufe und den ich im Frühjahr mehrfach vergeblich angerufen habe. Jedenfalls hat er mir Unterstützung für mein Bienenvorhaben für März 2011 zugesagt. Warré-Beuten kannte er bisher nicht, aber das kann ja noch werden :-) +++ Bald ist es soweit: meine Kürbisse sind reif. Ich kanns kaum mehr erwarten und freut mich ungemein, da im Mai / Juni alles nach einem Totalausfall aussah. +++ wir haben bisher ca. 35 kg Walnüsse von unserem Baum geerntet und noch ein paar wenige Kilo beim Gassigehen von Bäumen am Wegesrand gesammelt – jetzt sind unsere trockenen Lagermöglichkeiten ausgeschöpft. Eigentlich schade, denn es hängen noch ein paar Kilo am Baum +++ wenn wir nicht alle brauchbaren Erntemesser im Garten verloren hätten (okay, es waren nur zwei) und ich nicht ständig vergessen würde, ein neues Messer mit in den Garten zu nehmen, könnte ich endlich mal vom lecker aussehenden Feldsalat ernten…

Mäuse, Nistkasten und Aussaatkalender 2010

Heute mal nur drei kleine News aus meinem Garten:

Weil ich es letztes Jahr nicht auf die Reihe bekommen habe, mich an den Aussaatkalender zu halten und ich auch nach wie vor nicht weiß, was ich davon halten soll, werde ich mir den dieses Jahr nicht mehr kaufen. Aber falls ich doch mal danach vorgehen will, gibts auch eine Online-Variante des Aussaat- bzw. Mondkalenders für 2010. Ich kann die Richtigkeit allerdings überhaupt nicht einschätzen, ist jedenfalls von einer Sämereien-/Gartenfirma. Sie verweisen in der Anleitung aber immerhin auf den Kalender von Maria Thun. Für Tomaten müsste ich dieses Jahr mit dem Vorziehen idealerweise am 10.02. oder am 20.02. beginnen.

NACHTRAG: ein Tipp aus dem Selbstversorgerforum unter Bezugnahme auf den Forschungsring für Biologisch-Dynamische Wirtschaftsweise e.V.:

Ganz kurz vor Vollmond aussäen, das bringt was.
Alles andere bringt nix.

Vermutlich Mäuse haben alle (!) Sonnenblumenkerne aufgefressen, die wir zur Aussaat in unserer Hütte aufbewahrt haben. Hier mal ein Foto. Grrrr!


Und weil mir jetzt so eine tolle, neue Leiter zur Verfügung steht, hab ich heute den ersten Nistkasten aufgehängt. Schätze, Vögel werden sich demnächst nach geeigneten Nistplätzen umsehen…

Nistkästen

Ich habs lange vor mich hergeschoben, heute war es soweit: ich habe jetzt immerhin mal zwei Halbhöhlen, geeignet für Bachstelze, Grauschnäpper, Hausrotschwanz, Rothkehlchen und Zaunkönig sowie zwei Nistkästen für Fledermäuse gebaut. Mangels professioneller Säge konnte ich nicht besonders präzise arbeiten, trotzdem glaube ich, dass die Behausungen ihren Zweck erfüllen. Vergleichbare Kästen sind für jeweils ca. 12,- bis 20,- EUR zu kaufen, ich habe an Material jeweils ca. 2,50 ausgegeben. Wenn man Zeit hat, lohnt es sich also schon, die Unterkünfte selbst zu bauen. Weshalb ich das mache? Vögel und deren Jungtiere brauchen eine Menge Nahrung. Die können sie gerne in meinem Garten fangen. Für einen naturnahen Garten kanns sicherlich ebenfalls nicht schaden. Und den Vögeln habe ich sicherlich auch was Gutes getan.

Ich hatte mir auch ein Buch (Gabler: Nistkästen und Futterhäuschen: Bauanleitungen und Praxistipps) dazu besorgt. Darin sind zwar mehr Bauanleitungen als beim NABU zu finden, allerdings steht dort nicht, wieviele Kästen ich pro beispielsweise 100 qm aufhängen sollte. Oder wie ich die Kästen ausrichten soll. Zur Menge habe ich bisher keine Angaben gefunden, die Ausrichtung des Fluglochs sollte bei Vogelnistkästen jedenfalls nach Südosten erfolgen.

Winterbeschäftigungen

Mir geht es gerade ähnlich wie Bettina: ich muss gerade nicht wirklich was im Garten arbeiten und streife einfach so in ihm herum. Die Beete sind größtenteils gemulcht, also kann sich mein Garten einfach mal erholen. Trotzdem hier ein paar Notizen, was ich in den nächsten Monaten so erledigen könnte.

  • Kompost umsetzen, evtl. zweiten bzw. dritten Kompostplatz einrichten
  • Autoreifenkompost richtig nutzen
  • Stroh/Mist besorgen
  • (Obst-) Bäume schneiden
  • weitere Nistkästen und Insektenhotels bauen und aufhängen

Nistkästen und Bienenhotels

Bienenhaltung fände ich ja auch gigantisch, aber bis es soweit ist, möchte ich zumindest wilden Bienen und Hummeln sowie Fledermäusen Unterschlupfmöglichkeiten bauen. Macht sicherlich Sinn für meinen Biogarten. Gute Anleitungen habe ich auf bienenhotel.de sowie bei der NABU-Ortsgruppe Schorndorf gefunden. Da werde ich mich bei schlechtem Wetter mal ans Bauen machen…