Obstbäume pflanzen

Ha! Ich soll nix überstürzen, steht im Bio-Garten gleich zu Beginn! Im Frühjahr zuerst Gründungung säen. Leider haben wir jetzt November und den neuen Garten kann ich seit rund einer Woche erst nutzen… Okay, was ist aber sonst zu beachten laut den schlauen Büchern zuhause?

  1. Pflanzgrube im frühen Herbst ausheben, bis zu 60cm tief und so breit, dass es die Wurzeln bequem haben
  2. anschließend ein paar Schaufeln Komposterde ins Pflanzloch schaufeln, etwas Gesteinsmehl und/oder Holzasche dazu und mit etwas ausgehobener Erde vermengen. Dann mit Mulch abdecken.
  3. In milden Gegenden (wie hier – Baden) im November pflanzen – oder aber im März! Seymour schreibt: hauptsache im Winterhalbjahr :-)
  4. wie auch immer, zunächst Mulchmaterial ausheben
  5. jetzt Pfahl in den Boden schlagen, der bis zum untersten Ast reicht und ca. 10cm vom Stamm entfernt ist. Außerdem soll Pfahl südlich des Stamms stehen zwecks Sonnenbrandvermeidung
  6. Wurzeln vor dem Pflanzen gut wässern; zerdrückte Wurzeln abschneiden;
  7. beim Einsetzen des Baums auf Verteilung der Wurzeln achten und darauf, dass die Veredelungsstelle (dicker Knubbel unten am Stamm) über der Erdoberfläche liegt.
  8. Erde auffüllen, Baum etwas rütteln, damit sich Erde gut setzt und am Ende leicht (!) andrücken – das Andrücken ist sehr wichtig;
  9. anschließend reichlich wässern und ebenso die nächsten vier Wochen
  10. mit einer Schlaufe den Baum an den Pfahl binden
  11. und in Gegenden mit viel Rotwild wie bei mir, Bäumchen mit Hasenzaun schützen

Anleitunng ist aus der Bio-Garten und Seymours Neuem Buch vom Leben auf dem Lande.

Gartentelegramm (26)

Vor 10 Tagen habe ich die letzten 250 Gramm Cocktailtomaten bestellt geerntet, da wirds Zeit sich für die Saison 2012 Gedanken zu machen :-) Meine Sortenwahl für 2011 war ja nicht gerade berauschend. Da kann der Dreschflegel nix dafür, aber es ist vielleicht trotzdem mal die Chance, woanders andere Sorten zu bestellen. Vielleicht hier? +++ Apropos Saatgut: meine gesammelten Tomatensamen (nur von den Leckeren, klar) habe ich durcheinandergebracht. Was für ein Anfängerfehler. Aber immerhin bei den Kürbissen habe ich Ordnung gehalten :-) Zu den Kürbissen noch ein Nachtrag hinsichtlich Geschmack, Lagerung und Verwertung: Hokkaido sind einfach die Leckersten und Vielfältigsten. Die anderen drei Sorten schmecken uns nicht als Suppe, sondern nur angebraten. Außerdem ist die Schale jeweils ungenießbar. Und die Buttercup Burgess sind nicht allzu lange haltbar. +++ 14 Ar (für die jüngeren Leser: 1.400qm) Wiese mähen ist anstrengender als man denkt, aber es ist geschafft. Die letzten vier Wochen hats zwar nicht geregnet, aber wir haben immerhin schon fast Dezember – Zeit zum Bäume setzen. Die Voraussetzungen sind jetzt schon fast geschaffen. Worauf zu achten ist, trage ich gerade zusammen und schreibe ich an dieser Stelle kurzfristig +++ noch zwei Linktipps: 1) Interview mit Postwachstumsökonom Niko Paech und noch etwas aus dem Bereich Tierschutz: Schluss mit dem Zirkus!
gemähte Wiese

 

neue Obstleiter

Rechtzeitig vor dem Obstbaumschnitt habe ich für meine Unterstützung der örtlichen Streuobstinitiative eine handgefertigte Obstleiter mit zwei Stützen und ca. 3m 3,50 m Länge erhalten. Angeblich kooperiert die Initiative hierfür mit einem kleinen Hersteller (Bauernhof?) im Schwarzwald und verkauft die Leitern an Mitglieder für ca. 200,- EUR. Eine ähnliche Leiter verkauft der Biogartenversand ebenfalls. Hat mich sehr gefreut, denn damit falle ich an meinem Hanggrundstück sicherlich weder beim Schneiden noch beim Ernten so einfach vom Baum :-)