Montag, 10. Januar 2011 |
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Ich habe mir 2010 ein ca. 7m x 1,40m großes Tomatendach gebaut, an dem die Seiten mit Folie umspannt sind – lediglich die Nordseite ist offen. Das führt dazu, dass ich die Tomaten darin gießen muss. Okay, das ist nicht weiter tragisch und war mir von Anfang an klar. Aber diesen Winter erst wurde mir bewusst, dass der Boden völlig austrocknet, da ich ja nur gieße, wenn Tomaten drin sind.
Jetzt frage ich mich, welche Auswirkungen es hat, wenn ich den Boden von Oktober bis Mai nicht bewässere, also quasi austrocknen lasse?
Beim Bau 2010 habe ich eine Dachrinne aus Kostengründen (Rinne + Befestigung + Fallrohre = ca. 50 EUR) nicht angebracht. Das will ich jetzt nachholen. Dabei stellen sich mir zwei weitere Fragen:
- ist es cleverer, den Regen mit Rohren direkt auf den Boden innerhalb des Tomatenhauses zu leiten oder besser in einer Tonne neben dem Tomatenhaus zu sammeln? Dann müsste ich je nach Antwort aber weiterhin auch im Winter gießen.
- sollte ich die Rohre/Rinnen vielleicht flexibel gestalten, d. h. im Winter direkt auf den Boden leiten, im Sommer lieber sammeln und weiterhin “kontrolliert” gießen?

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Sonntag, 09. Januar 2011 |
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Ich weiß nicht, ob andere Hobbygärtner exakt Buch über ihre Aktivitäten führen (gute Idee für mich?). Sinn macht das sicherlich – ich dagegen führe “nur” diese Internetseite. So würde mich beispielsweise interessieren, wie viel Zeit meine Tomaten benötigt haben, groß genug zu werden, bis ich sie ins Freie hätte setzen können. Unabhängig davon, wie groß sie waren, habe ich wetterbedingt schließlich immer bis Anfang/Mitte Mai abwarten müssen.
Laut meinen Blog-Aufzeichnungen war das so: 2009 habe ich Mitte Februar mit der Tomatenaussaat begonnen und diese am 21. Mai ins Freie gepflanzt. 2010 habe ich bereits Anfang Februar mit der Aussaat begonnen und auch entsprechend früher mit dem Auspflanzen gestartet – es vergingen also jeweils von Aussaat bis zum Auspflanzen ziemlich genau drei Monate. In meiner Erinnerung waren die Setzlinge 2010 allerdings deutlich höher als 2009, aber auch unstabiler.
Die Beipackzettel der Saatguttütchen empfehlen prinzipiell eine Voranzucht ab Mitte Februar. Naja, mich hatte 2010 wohl die Ungeduld gepackt :-)
Laut Mondkalender wären 2011 für Fruchtgemüse (Paprika, Gurken, Tomaten, Auberginen) folgende Tage geeignet: Montag 31.01. und Dienstag 01.02. bis 20 Uhr, Donnerstag, 10.02., Donnerstag, 17.02. ab 16 Uhr und Freitag, 18.02. bis 20 Uhr, Sonntag, 27.02, Montag 28.02 sowie Dienstag, 08.03 ab 17 Uhr bis Donnerstag, 10.03. um 16 Uhr. Ich halte mich an den Kalender vermutlich auch dieses Jahr nur daran, wenn es sich zeitlich einrichten lässt. Stress mache ich mir deshalb nicht.

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Montag, 25. Oktober 2010 |
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Heute war es soweit: die Tomatenpflanzen haben die ersten Frostnächte nicht vertragen, Zeit also, die letzten Tomaten zu ernten und die Pflanzen auf den Kompost zu schaffen. Hier ein kleines Erinnerungsfoto – quasi zur Aufheiterung und zwecks Vorfreude auf 2011 :-)

Achja, den Muskatkürbispflanzen erging es recht ähnlich, der Frost ließ die Blätter erfrieren. Die Kürbisse selbst sehen unbeschadet aus, allerdings auch noch nicht reif: statt bräunlich sind sie leider erst dunkelgrün. Gemäß diversen Ratgebern im Internet versuche ich jetzt vorläufig mit Lagerung in der Wohnung. Vielleicht reifen sie so tatsächlich noch nach?
Montag, 11. Oktober 2010 |
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Gestern abend haben wir unsere Blumeninseln und noch einige andere Stellen zusätzlich mit unseren Topinambur-Sonnenblumen bestückt. Dazu hatten wir uns entschlossen, als wir eine ganze Kolonie Topinambur versetzen wollten (damit kleinere Blumen darunter nächstes Jahr besser mit Licht und Regen versorgt werden) und dabei das Vermehrungspotential des Topi offensichtlich wurde: die Stelle war voller schöner Topi-Wurzeln! Die meisten Wurzeln haben wir also versetzt, weil es aber so viele waren, haben wir rund 1kg mit nach Hause genommen. Zum Essen. Zum Probieren. Wir sind beide absolute Topi-Laien. Beim googeln habe ich folgendes Rezept auf chefkoch.de entdeckt:
Den Topinambur unter fließendem Wasser gut bürsten und in Salzwasser nicht zu weich garen. Schälen, in Würfel schneiden und in eine Schüssel oder Schale geben. Die Tomaten häuten und ebenfalls würfeln und zugeben. Mit dem Saft einer halben Zitrone (nach Geschmack weniger oder mehr, ich mag es nicht so sauer) beträufeln. Mit frisch gemahlenem Meersalz und Pfeffer würzen. Olivenöl vorsichtig unterheben und etwas durchziehen lassen. Mit einigen Blättchen klein gerupftem Basilikum servieren. Schmeckt lauwarm oder abgekühlt (aber nicht zu kalt). Ein Rezept, das dem artischockenartigen Geschmack der Topinambur entgegenkommt.
Ich kann nur sagen: Weltklasse! Probiert es aus!
Freitag, 03. September 2010 | Kommentare deaktiviert
Meine Erntenseiten möchte ich kurzfristig in tabellenform veröffentlichen, um in erster Linie für mich selbst schneller erkennen zu können, wie hoch meine tatsächliche Ernte und nicht nur die gefühlte ausfiel. Trotzdem nachfolgend einige Worte zu den Pflanzen, die mich in dieser Gartensaison bisher besonders erfreuten, was ich möglicherweise anders als im Vorjahr gemacht habe und was es möglicherweise immer noch zu verbessern gäbe.
Erdbeeren: meine ca. 12 Setzlinge bescherten mir rund 6kg Früchte. Das hat gerade für den Sofortverzehr gereicht, aber nicht für Marmelade. Mehr Geld für Setzlinge wollte ich jedoch nicht ausgeben, da Erdbeeren üblicherweise zahlreich Ableger bilden. Ich habe zwischen die Erdbeeren Koblauch gesteckt. Ob dies Schädlinge tatsächlich abgewehrt hat? Jedenfalls waren lediglich kleinste Nacktschnecken störend. Insofern sehe ich dem Erdbeerjahr 2011 mit Freude entgegen.
Kartoffeln: ich hatte bis 2010 keinerlei Erfahrungen mit Kartoffeln, auch keine Erinnerungen an Kindheitstage, da auch meine Eltern keine Kartoffeln anbauten. Da ich mich mehr oder weniger intensiv damit beschäftigt hatte, war die Kartoffelernte für mich absolut zufriedenstellend. Was gut war? Ich habe die Kartoffeln relativ tief gelegt, somit ersparte ich mir später tatsächlich das Anhäufeln. Bis auf wenige Kartoffeln blieben auch tatsächlich alle unter der Erde. Was ich 2011 anders mache: keine Mischkultur, denn die Kartoffeln rauben den “Partnerpflanzen” wie Bohnen oder Radieschen jegliche Entfaltungsmöglichkeit. Und ich könnte die Kartoffeln etwas enger setzen.
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Sonntag, 11. Juli 2010 |
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Einige meiner Tomaten haben schwarzbraune Flecken an den Blütenenden. Die Ursache hierfür, so ist zufälligerweise im aktuellen “kraut & rüben” zu lesen, kann Calciummangel sein. Nicht unbedingt zu wenig Calcium im Boden – vermutlich schafft es das Calcium einfach nicht bis in die Früchte. Erklärung von kraut & rüben:
Der Nährstoff fliesst im Wasserstrom der Pflanzen mit. Weil Früchte und Blüten weniger Feuchtigkeit verdunsten als Blätter, saugen sie weniger Wasser und Calcium nach.
Was kann man dagegen tun?
- betroffene Früchte abpflücken – es sind in der Tat immer nur einige wenige pro Pflanze betroffen
- für gleichmäßige Feuchtigkeit sorgen. Ein häufiger Wechsel zwischen nassen und trockenen Phasen fördert die Fäule. Leichter gesagt als getan angesichts der Umstände in meinem Garten :-(
- nicht zu viel düngen, denn wenn zu viele Nährstoffe im Boden vorhanden sind, hats das Calcium ebenfalls schwer in die Früchte zu gelangen
- die unteren Blätter ausbrechen, denn sonst zweigt dorthin schon zu viel Calcium ab und kommt nicht mehr bei den Tomaten an.
