Nistkästen

Ich habs lange vor mich hergeschoben, heute war es soweit: ich habe jetzt immerhin mal zwei Halbhöhlen, geeignet für Bachstelze, Grauschnäpper, Hausrotschwanz, Rothkehlchen und Zaunkönig sowie zwei Nistkästen für Fledermäuse gebaut. Mangels professioneller Säge konnte ich nicht besonders präzise arbeiten, trotzdem glaube ich, dass die Behausungen ihren Zweck erfüllen. Vergleichbare Kästen sind für jeweils ca. 12,- bis 20,- EUR zu kaufen, ich habe an Material jeweils ca. 2,50 ausgegeben. Wenn man Zeit hat, lohnt es sich also schon, die Unterkünfte selbst zu bauen. Weshalb ich das mache? Vögel und deren Jungtiere brauchen eine Menge Nahrung. Die können sie gerne in meinem Garten fangen. Für einen naturnahen Garten kanns sicherlich ebenfalls nicht schaden. Und den Vögeln habe ich sicherlich auch was Gutes getan.

Ich hatte mir auch ein Buch (Gabler: Nistkästen und Futterhäuschen: Bauanleitungen und Praxistipps) dazu besorgt. Darin sind zwar mehr Bauanleitungen als beim NABU zu finden, allerdings steht dort nicht, wieviele Kästen ich pro beispielsweise 100 qm aufhängen sollte. Oder wie ich die Kästen ausrichten soll. Zur Menge habe ich bisher keine Angaben gefunden, die Ausrichtung des Fluglochs sollte bei Vogelnistkästen jedenfalls nach Südosten erfolgen.

Nistkästen und Bienenhotels

Bienenhaltung fände ich ja auch gigantisch, aber bis es soweit ist, möchte ich zumindest wilden Bienen und Hummeln sowie Fledermäusen Unterschlupfmöglichkeiten bauen. Macht sicherlich Sinn für meinen Biogarten. Gute Anleitungen habe ich auf bienenhotel.de sowie bei der NABU-Ortsgruppe Schorndorf gefunden. Da werde ich mich bei schlechtem Wetter mal ans Bauen machen…

Brombeerhecke

Wie bereits beschrieben ist mein Garten voll von kleinen oder auch großen wilden Brombeerpflänzchen. Außerdem wurde mal eine richtige Brombeerhecke angelegt. Diese will ich wiederbeleben. Aber wie? Seymour schreibt zu wilden Brombeeren folgendes:

durch Rückschnitt die Wildhecke in mehrere Teile trennen, dabei immer ein gesundes Stück Stamm stehen lassen; sämtliches totes Holz rausschneiden, ebenso kleine Seitentriebe entfernen, Unkraut drumherum entfernen, mit Mist mulchen, phosphorhaltigen Dünger drunterhacken.

Und hier noch nützliche Infos aus dem Selbstversorgerforum:

Brombeeren haben einen zweijährigen Zyklus: sie treiben im Winter neue Triebe, die im nächsten Jahr Beeren tragen und dann absterben. Genauso werden die Triebe, die in diesem Jahr tragen, danach absterben. Man muss also immer die diesjährigen neuen Triebe als Absenker verwenden. Mit denen vom Vorjahr, die jetzt blühen und Beeren tragen, geht das nicht.

Ich würde die alten Ruten immer rausschneiden, damit Brombeerkrankheiten oder auch die Milben nicht so gut überwintern können.

Brombeerhecke