Tomaten ausgeizen bzw. entgeizen

Ich weiß, dass man Tomaten ausgeizen muss und weiß auch grob, wie es geht. Aber ich weiß nicht genau wie es geht noch exakt, weshalb man die Tomaten ausgeizen sollte.

Ein Blick in “Der Biogarten” liefert folgendes Ergebnis: Man soll demnach maximal drei Haupttriebe wachsen lassen und aus den Blattachseln die Seitentriebe regelmäßig ausbrechen.

Und Seymour beschreibt es so: Alle Seitentriebe auszwicken. Mit Seitentrieben sind die kleinen Seitentriebe gemeint, die zwischen Hauptstamm und Fruchtranken wachsen.

Das ist mir als Anfänger etwas zu oberflächlich. Bilder sind hierzu auch keine dabei. Sucht man im www danach, findet sich auf dem Gärtnerblog eine schöne Anleitung mit Detailfotos.

Ebenfalls wird die nachvollziehbare Begründung für das Ausgeizen geliefert:

Weil die Tomate an sich aber bestrebt ist, ständig Seitentriebe zu entwickeln, sich also freiwillig und reichlich verzweigt, bekommt man kleinere Früchte, wenn sie dies tut, und außerdem einen dicken wirren Busch, bei dem man nicht mehr recht weiß, wie man ihn stützen soll. Die Kraft, die die Tomatenpflanze hat, steckt sie dann in mehrere oder gar ganz viele Triebe, wobei dem einzelnen Trieb dann auch nur ein Teil der Power zugute kommt. Das will man also nicht. Deswegen muss man die Tomaten ausgeizen.

Und zum Schluß gibts von Stephanie Dann noch einen für mich sensationellen Hinweis:

Selbstverständlich können ausgegeizte Tomaten-Triebe zur Bewurzelung auch in die Erde gesteckt werden wie ein Steckling. Auf dem Wege kann man sehr schnell Ableger von den Tomatenpflanzen gewinnen, die auch noch im selben Jahr fruchten!

Das werde ich dieses Jahr mal noch ausprobieren, wenn mir meine 60 bis 75 Pflänzchen nicht ausreichen sollten :-)

Falls der o.g. Link mal nicht funktionieren sollte: auf tomatl.net von Henry Steinbock gibt es ebenfalls eine reich bebilderte Anleitung. Danke!

Ein Gedanke zu „Tomaten ausgeizen bzw. entgeizen

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